Deutsche Märkte schließen in 4 Stunden 26 Minuten
  • DAX

    13.988,31
    +66,94 (+0,48%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.640,86
    +16,82 (+0,46%)
     
  • Dow Jones 30

    31.188,38
    +257,86 (+0,83%)
     
  • Gold

    1.870,60
    +4,10 (+0,22%)
     
  • EUR/USD

    1,2149
    +0,0034 (+0,28%)
     
  • BTC-EUR

    26.553,72
    -1.100,39 (-3,98%)
     
  • CMC Crypto 200

    640,65
    -59,96 (-8,56%)
     
  • Öl (Brent)

    52,90
    -0,41 (-0,77%)
     
  • MDAX

    31.780,15
    +202,26 (+0,64%)
     
  • TecDAX

    3.383,88
    +29,46 (+0,88%)
     
  • SDAX

    15.682,98
    +104,17 (+0,67%)
     
  • Nikkei 225

    28.756,86
    +233,60 (+0,82%)
     
  • FTSE 100

    6.751,90
    +11,51 (+0,17%)
     
  • CAC 40

    5.622,92
    -5,52 (-0,10%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.457,25
    +260,07 (+1,97%)
     

Tuchel warnt: "Nicht okay, was wir mit Neymar machen"

SPORT1
·Lesedauer: 4 Min.

Frust bei Julian Nagelsmann, Thomas Tuchel atmet auf!

Während RB Leipzig mit der 0:1 (0:1)-Niederlage einen Dämpfer im Kampf um das Achtelfinale der Champions League kassiert hat, darf Tuchel mit Paris Saint-Germain wieder hoffen. (Service: Die Tabellen der Champions League)

Tippkönig der Königsklasse gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

"Ich freue mich wahnsinnig über das Ergebnis, wir haben gekämpft, wir haben das nötige Quäntchen Glück gehabt. Also kann ich heute damit leben. Wir haben das Ergebnis, das wir gebraucht haben", sagte Tuchel bei Sky. "Wir spielen mit Spielern, die jenseits dessen sind, was man von ihnen physisch erwarten kann. Deshalb hangeln wir uns alle drei Tage zu einem Spiel. Deswegen haben wir Druck auf dem Kessel, weil wir durch die Gruppe kommen wollen." (Stimmen zum Spiel)

Neymar lässt Tuchel aufatmen - PSG-Coach nimmt Superstar in Schutz

Das goldene Elfmetertor von Neymar (11.), den die Leipziger ansonsten genau wie den ebenfalls lange verletzten Kylian Mbappé gut im Griff hatten, war vor allem für PSG-Trainer Tuchel wichtig. Bei einer Niederlage hätte dem Starensemble das Gruppen-Aus und damit Tuchels Entlassung gedroht. Jetzt hat PSG durch den gewonnen direkten Vergleich gegen RB wieder gute Chancen aufs Weiterkommen. (Service: Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

"Den Druck sind sie gewohnt", sagte Tuchel über sein Starduo Neymar und Mbappé. "Jeder erwartet immer Wunderdinge. Sie haben super gegen den Ball gearbeitet und sich komplett in den Dienst der Mannschaft gestellt." (LIVETICKER zum Nachlesen)

Neymar stand nach seiner Oberschenkelverletzung erstmals wieder in der Startelf. "Das ist nicht okay, was wir mit Neymar machen", meinte Tuchel. "Wir stellen ihn aufs Feld und dann soll er gefälligst auch noch der sein, der die entscheidenden Dinge macht. Aber ihm fehlen einfach seit Wochen Trainingseinheiten. Ihm fehlen Spiele, um in den Rhythmus zu kommen, der jetzt im November eigentlich normal wäre. Es ist immer die gleiche Geschichte, die ich erzähle. Das Pferd ist argumentativ totgeritten. Es klingt halt immer nach Entschluldigung, aber es ist die Realität. Großes Kompliment an die Mannschaft. Die sind körperlich hingerichtet nach so einem Spiel. Wir sind da an der Grenze angelangt."

Leipzig konnte die Verunsicherung des Halbfinal-Gegners der Vorsaison nicht für sich nutzen, obwohl das Team nach dem frühen Rückstand dominant auftrat. In den beiden noch ausstehenden Gruppenspielen bei Basaksehir Istanbul (2. Dezember) und gegen Manchester United (8. Dezember) muss der Bundesliga-Dritte nun möglichst gewinnen und auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.

Alles zur Champions League am Mittwoch ab 20.15 Uhr im Fantalk LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM

Nagelsmann regt sich über Elfmeterpfiff auf

Leipzig baute die angeschlagenen Pariser, die die Generalprobe gegen die AS Monaco (2:3) verpatzt hatten, zu Beginn der Partie selbst auf. Nach einem katastrophalen Fehlpass von Abwehrchef Dayot Upamecano im Aufbauspiel ging Marcel Sabitzer im Strafraum gegen Ángel di María zu ungestüm in den Zweikampf - Strafstoß. Die Chance ließ sich Neymar nicht nehmen, auch wenn RB-Torhüter Peter Gulacsi mit den Fingerspitzen noch am Ball war. (Die SPORT1-Einzelkritik)

"Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft und der Elfmeter war ein absoluter Witz", schimpfte Nagelsmann. "Ich weiß nicht, wo da der Video-Assisten war, wozu haben wir den eigentlich? Das auf Champions-League-Niveau, das ist echt traurig. Es ist eine klare Schwalbe, da ist null Kontakt. Der Video-Assistent hat wohl ein anderes Spiel angeguckt."

Leipzig rennt an - PSG mauert

RB war aber keineswegs geschockt, sondern wollte sofort zurückschlagen. Fast im Gegenzug wurde Sabitzers Distanzschuss abgeblockt, bei der anschließenden Ecke prüfte Upamecano PSG-Schlussmann Keylor Navas. Paris, das unter anderem auf die verletzten deutschen Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer verzichten musste, überließ den Gästen vermehrt den Ball und zog sich stärker in die eigene Hälfte zurück, um bei Ballgewinnen überfallartig über Neymar und Mbappe zu kontern.

Doch Leipzig schaffte es im Kollektiv, dass die beiden Superstars aus dem Spiel heraus zunächst kaum gefährlich waren. Sowohl Neymar als auch Mbappe war die lange Verletzungspause noch anzumerken. Vielleicht auch aus Frust leistete sich Neymar nach einem Foul an Sabitzer (40.) seine zweite Gelbe Karte. Der Brasilianer muss damit im nächsten Spiel bei Manchester United zuschauen.

Forsberg lässt Ausgleichschancen liegen

Leipzig konnte aus dem vielen Ballbesitz zunächst nicht die ganz große Durchschlagskraft entwickeln. Obwohl die PSG-Abwehr personell erneut umgestellt werden musste, stand sie mit Aushilfs-Verteidiger Marquinhos und dem Ex-Dortmunder Abdou Diallo relativ sicher. Bei den Chancen von Yussuf Poulsen (36.), Amadou Haidara (38.) und Emil Forsberg (45.+1) vor dem Halbzeitpfiff waren RB auch nicht zwingend genug.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte RB nochmal den Druck, erneut verfehlte Forsberg nur knapp (49.), doch gegen die dicht gestaffelte PSG-Defensive ergaben sich kaum Lücken. Paris blieb bei seiner Taktik und stand sehr tief, die Konter wurden zunehmend weniger.

-----
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)