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Neues Ranking: Das sind die beliebtesten Arbeitgeber der Young Professionals 2022

 - Copyright: Getty Images
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Wo wollen junge Berufseinsteiger arbeiten? Und was ist ihnen im Arbeitsleben besonders wichtig? Dies konnte das Employer-Branding-Beratung "Universum" durch Befragungen herausfinden. Das Unternehmen der Recruiting-Plattform Stepstone* hat anhand der Daten Rankings mit den derzeit beliebtesten Arbeitgebern erstellt. Zudem stellten sie heraus, auf welche Aspekte Young Professionals in ihrer Karriere nicht verzichten wollen – vor allem ein attraktives Einkommen sowie Work-Life-Balance stehen weit oben.

Porsche, Google, Microsoft sind für junge Berufseinsteiger besonders attraktiv

Im Rahmen der Young Professional Survey hat Universum zwischen Oktober 2021 und März 2022 deutschlandweit insgesamt 13.335 junge Berufstätige befragt. „Es wird spannend, wie Unternehmen angesichts der großen Arbeiterlosigkeit mit dem Home Office-Thema umgehen: Aus unserer Sicht sprechen die Daten dafür, dass Unternehmen die oft noch vorhandene Ablehnung von Home Office überwinden müssen, wenn sie Talente begeistern wollen. Unternehmen werden sich also mit diesem Thema beschäftigen müssen“, kommentiert Tina Smetana, Country-Managerin Deutschland bei Universum, die Rankings.

„Heute sind es vor allem die Unternehmen, die sich bei den Kandidaten bewerben müssen – nicht andersherum. Die Arbeitgebermarke wird daher zum Wettbewerbsfaktor schlechthin", sagt Simone Reif, die bei Stepstone für das Geschäft in Kontinentaleuropa zuständig ist. „Für Unternehmen bedeutet das: Sie müssen sich strategisch mit der Entwicklung und Kommunikation ihrer Arbeitgebermarke beschäftigen – so wie sie es mit ihrer Produktmarke schon lange tun. Warum sollten Kandidat*innen sich für sie entscheiden? Welche Vorteile bieten und welche Werte vertreten sie? Diese Fragen müssen Arbeitgeber heute beantworten, wenn sie erfolgreich bleiben wollen."

Für Young Professionals mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Abschluss stehen Porsche und Google weiterhin auf Rang 1 und 2. Die BMW Group macht eine Position gut und landet auf
Platz 3. Dadurch fällt Daimler/Mercedes-Benz einen Rang ab auf Platz vier und landet vor Apple auf Rang fünf. Auch bei jungen Berufstätigen mit einem Ingenieursabschluss steht Porsche weiterhin an der Spitze. Wie im vergangenen Ranking folgen Bosch, Siemens und die BMW Group.

Alle vier Unternehmen halten ihre Plätze, gewinnen jedoch in Prozenten, am deutlichsten Bosch mit 2,19 Prozentpunkten. Daimler/Mercedes-Benz klettert um zwei Plätze nach oben auf Rang fünf. Auch bei IT-Young-Professionals bleibt die Spitzenposition mit Google unverändert, weiterhin gefolgt von Microsoft. Apple steigt einen Rang nach oben auf Platz drei. Porsche klettert drei Positionen auf Rang vier und SAP steigt um eine Stufe auf Platz fünf.

Frau Werkstatt
Frau Werkstatt

Diese Arbeitgeber sind bei Naturwissenschaftlern hoch im Kurs

Biontech stand Young Professionals mit einem naturwissenschaftlichen Abschluss erstmalig zur Auswahl und schafft es direkt an die Spitze des Rankings. Roche fällt dadurch auf Platz zwei und landet vor der Fraunhofer-Gesellschaft auf Platz drei und der Max-Planck-Gesellschaft auf Rang vier. Beide Unternehmen machen drei Ränge gut. Bayer verliert zwei Plätze und landet gemeinsam mit Merck auf Rang fünf.

Biontech sucht derzeit unter anderem Biologen, Ingenieure sowie Mitarbeitende im Data Management, in der Logistik oder der Exportkontrolle an den deutschen Standorten Berlin, Halle, Mainz, Marburg oder München. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist mit insgesamt 76 Instituten und Forschungseinrichtungen ebenfalls weltweit bekannt.

Inzwischen hat sich Fraunhofer zur führenden Organisation für angewandte Forschung in Europa entwickelt. Der Schwerpunkt liegt auf zukunftsrelevanten Technologien und deren Anwendung in der Wirtschaft und Entwicklung. Derzeit hat das Institut mehr als 2900 offene Stellen, auf die ihr euch über die Karriere-Seite bewerben könnt.

Hier noch einmal die Top fünf Arbeitgeber der Young Professionals nach Branchen im Überblick:

Top fünf Arbeitgeber im Bereich Wirtschaftswissenschaften

  • 1. Porsche

  • 2. Google

  • 3. BMW Group

  • 4. Daimler/Mercedes-Benz

  • 5. Apple

Top fünf Arbeitgeber im Ingenieurwesen

  • 1. Porsche

  • 2. Bosch

  • 3. Siemens

  • 4. BMW Group

  • 5. Daimler/Mercedes-Benz

Top fünf Arbeitgeber in IT/Informatik

  • 1. Google

  • 2. Microsoft

  • 3. Apple

  • 4. Porsche

  • 5. SAP

Top fünf Arbeitgeber in den Naturwissenschaften

  • 1. Biontech

  • 2. Roche

  • 3. Fraunhofer-Gesellschaft

  • 4. Max-Planck-Gesellschaft

  • 5. Bayer

Tesla muss deutliche Verluste hinnehmen

Tesla stand jungen Berufstätigen mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, IT oder Naturwissenschaften im vergangenen Ranking erstmals zur Auswahl und platzierte sich direkt unter den Top-Arbeitgebern. Wie bereits im Ranking der Studierenden verliert Tesla jetzt auch bei den Young Professionals aus allen vier Fachbereichen an Attraktivität.

Das zeigt sich vor allem in den Prozentwerten. Am größten ist der Verlust mit 3,7 Prozentpunkten unter jungen Berufstätigen mit einem IT-Abschluss. Das Unternehmen fällt dadurch um vier Plätze auf Rang sieben. Am wenigsten verliert das Unternehmen bei Young Professionals aus den Wirtschaftswissenschaften. Hier sind es 1,5 Prozentpunkte, die allerdings sechs Rankingplätzen entsprechen, sodass das Unternehmen auf Rang 13 landet und damit sogar aus den Top 10 fällt.

Bosch, Zeiss und Siemens steigen im Ranking auf

Dagegen steigen mit Bosch, Zeiss und Siemens gleich drei traditionelle deutsche Großkonzerne deutlich in der Gunst der Young Professionals. Den mit 2,89 Prozentpunkten insgesamt größten Zuwachs kann Bosch unter jungen Berufstätigen mit einem Abschluss in IT realisieren. Dadurch steigt das Unternehmen vier Positionen auf Rang 8 und sichert sich seinen Platz unter den Top 10.

Siemens und Zeiss gewinnen dagegen mit 2,66 und 2,65 Prozentpunkten am meisten bei Young Professionals mit einem naturwissenschaftlichen Abschluss. Siemens macht dadurch vier Positionen gut und landet auf Platz 10. Zeiss steigt 13 Ränge nach oben auf Platz 13. In den Rankings der verschiedenen Fachbereiche sind die drei Unternehmen oft bereits unter den Top 10 vertreten, sodass ein Gewinn von mehr als zwei Prozentpunkten beachtlich ist.

Die Ergebnisse gehen Hand in Hand mit der Vorliebe für in Deutschland gegründete Unternehmen. Mehr als zwei Drittel der jungen Berufstätigen mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, IT und Naturwissenschaften würden lieber bei einem solchen Unternehmen arbeiten, wenn sie die Wahl hätten.

Remote Work bei Young Professionals wichtig

Passend dazu hat mit einem Anstieg um fast 10 Prozentpunkte auf 78 Prozent hat das generelle Interesse an Remote Work deutlich zugenommen. Für 68 Prozent aller Young Professionals ist es darüber hinaus wichtig oder sehr wichtig, dass der Arbeitgeber die Möglichkeit bietet, remote arbeiten zu können. Zwei bis drei Tage würden die meisten gerne im Home Office verbringen. Frauen legen mit 70 Prozent darauf etwas mehr Wert als Männer (65 Prozent).

Ein Blick in die verschiedenen Branchen macht deutlich, dass junge Berufstätige, die in der Werbung arbeiten, den größten Wert auf Remote Work legen. 48 Prozent von ihnen geben an, dass es für sie sehr wichtig ist, remote arbeiten zu können. Es folgen Young Professionals in Versicherungen (45 Prozent) sowie in IT- und Ingenieurberatungen (44 Prozent).

Bedenken gegen Remote-Work sind leicht gestiegen

Gleichzeitig haben die Bedenken gegenüber Remote Work im Vergleich zum vergangenen Ranking insgesamt leicht zugenommen. 52 Prozent aller jungen Berufstätigen sorgen sich jetzt, isoliert zu sein und den Kontakt zu den Teammitgliedern zu verlieren. Im vergangenen Jahr waren es 47 Prozent. Am deutlichsten steigen Bedenken, dass Arbeitgeber Beschäftigte bevorzugen, zu denen persönlicher Kontakt besteht. 43 Prozent aller Young Professionals teilen diese Sorge, im Gegensatz zu 34 Prozent im vergangenen Ranking.

Nachhaltigkeit beeinflusst die Arbeitgeberwahl

Mit insgesamt 48 Prozent gibt fast die Hälfte der Befragten an, dass Nachhaltigkeit bei der Wahl eines Arbeitgebers wichtig oder sehr wichtig ist. Zudem gewinnen Environmental-Social- Governance- und Nachhaltigkeitsthemen an Bedeutung, je älter die Befragten sind.