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Neue Signale für Entspannung der Inflation in den USA – Euro und Aktienkurse legen kräftig zu

In den USA gibt es leichte Entspannung bei der Inflation. Und damit steigt die Hoffnung, dass die Notenbank ihre Zinserhöhungen drosselt. - Copyright: picture alliance
In den USA gibt es leichte Entspannung bei der Inflation. Und damit steigt die Hoffnung, dass die Notenbank ihre Zinserhöhungen drosselt. - Copyright: picture alliance

In den USA mehren sich die Anzeichen für einen Rückgang der Inflationsraten. Die Erzeugerpreise stiegen im Oktober zum Vorjahr nur noch um 8,0 Prozent. Dies ist die vierte Abschwächung in Folge, und sie fällt viel stärker aus als erwartet. Analysten hatten im Schnitt mit einer Rate von 8,3 Prozent gerechnet.

Auch die wichtige Kernrate der Herstellerpreise ohne Energie und Lebensmittel stieg mit 6,7 Prozent langsamer als zuletzt. Zum Vormonat blieb dieser Index sogar stabil.

Die Erzeugerpreise beeinflussen die Verbraucherpreise, an denen die US-Notenbank (Fed) ihre Geldpolitik ausrichtet. Auch die allgemeine Inflationsrate war in den USA zuletzt stärker zurückgegangen als erwartet. Dies gibt der US-Notenbank Federal Reserve Spielraum, die Zinsen weniger stark anzuheben. Für die Dezember-Sitzung der Fed rechnen Analysten derzeit mehrheitlich mit einer Zinsanhebung um 0,5 Prozentpunkte, nachdem es in den Monaten zuvor jeweils 0,75 Punkte gewesen sind.

Positive Effekte für die Inflation in Europa

Die ermutigenden Inflationsdaten aus den USA haben auch starken Einfluss auf die Inflation und die weitere Zinsentwicklung in Europa und damit auf den Euro. Wenn die Fed die Zinsen weniger stark erhöht, könnte sich die Zinsdifferenz zu Europa nicht verstärken oder sogar zurückgehen. Das stärkt in der Tendenz Geldanlagen in der Euro-Zone. In der Konsequenz stieg der Kurs des Euros nach Veröffentlichung der neuen US-Daten deutlich an.

Ein Euro ist mittlerweile wieder mehr als 1,04 US-Dollar wert. Dies ist der höchste Stand seit Anfang Juli. Seit dem Tiefpunkt im Sommer bei 95 US-Cent hat der Euro mehr als zehn Prozent zum Dollar zugelegt.

Ein starker Euro wiederum hilft auch, die Inflation in der Euro-Zone zu dämpfen. Denn er macht Importe aus dem Dollar-Raum günstiger. Für Deutschland ist dies besonders relevant, weil Energie auf den Weltmärkten überwiegend in Dollar abgerechnet wird.

Die Europäische Zentralbank entscheidet ebenfalls im Dezember das nächste Mal über die Leitzinsen im Euro-Raum.

Auch die Aktienmärkte wurden am Dienstag von den Inflationsdaten aus den USA beflügelt. Der Deutsche Aktienindex Dax stieg um 0,4 Prozent auf mehr als 14.370 Punkte. Seit seinem Jahrestief Ende September hat sich der Dax um mehr als 20 Prozent erholt.