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Microsoft zwingt User dazu, den eigenen Browser Edge zu nutzen

Dass Microsoft seine Nutzer dazu verleiten möchte, den hauseigenen Edge-Browser zu nutzen, ist selbstverständlich. Doch zu welchen Maßnahmen das Unternehmen nun greift, sorgt für Unmut unter vielen Usern.

Microsoft sorgt mit seinem Browser Edge für jede Menge Wirbel (Bild: Getty Images)
Microsoft sorgt mit seinem Browser Edge für jede Menge Wirbel (Bild: Getty Images) (Wachiwit via Getty Images)

Windows-User müssen sich auf Änderungen in Microsoft-Outlook und Teams einstellen: Denn wie ein Reddit-User erst kürzlich entdeckt hat, solle zukünftig alle Links in den Mailing- und Chat-Clients von Microsoft ausschließlich über Edge geöffnet werden. Dabei spielt es offenbar keine Rolle, ob der Nutzer einen anderen Standardbrowser wie Google Chrome oder Mozilla Firefox verwendet. Microsoft hat die Funktion bereits für Privatabos wie Microsoft 365 Personal und Family eingeführt. Nun sind auch professionelle Kunden betroffen.

Wie aus einem Dokument hervorgeht, hat Microsoft nämlich damit begonnen, IT-Administratoren darüber zu informieren, dass Outlook und Teams gezwungen werden, den Standard-Webbrowser unter Windows zu ignorieren und stattdessen Links in Microsoft Edge zu öffnen. Der Wechsel in Outlook soll schon bald erfolgen, in Teams dagegen erst später. "Web-Links von Azure Active Directory (AAD) Konten und Microsoft (MSA) Konten in der Outlook-App für Windows werden in Microsoft Edge geöffnet und in einer Ansicht dargestellt, die den geöffneten Link neben der E-Mail zeigt, aus der er stammt", heißt es in einer Benachrichtigung an IT-Administratoren von Microsoft.

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"Diese Änderung soll eine einfachere Möglichkeit für Benutzer von Outlook und Microsoft Teams schaffen, das Wechseln von Aufgaben zwischen Fenstern und Registerkarten zu reduzieren, um konzentriert zu bleiben“, sagt Katy Asher, Senior Director of Communications bei Microsoft, in einer Erklärung gegenüber The Verge.

Aktion von Microsoft sorgt für Ärger

Doch viele Nutzer sind darüber verärgert, dass Microsoft versucht, seinen Kunden den Browser aufzuzwingen, da das Unternehmen das bereits vor 20 Jahren mit dem Vorgänger, dem Internet Explorer, versucht hatte, was meist jedoch erfolglos blieb. So schreibt ein User beispielsweise: "Microsoft, ich mag Edge sowohl für Windows als auch für Mac, aber ihr geht das falsch an. Es sind nicht mehr die 90er-Jahre, ihr könnt nicht so tun, als sei Edge der einzige Browser in der Stadt. Ihr müsst die Browserwahl der Leute respektieren. Ihr seid nicht Google, hört auf, so zu handeln.“

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Microsoft hat das Gleiche außerdem bereits mit dem Widgets-System in Windows 11 und auch in der Suchfunktion gemacht, bei der User gezwungen werden, Edge zu verwenden, wenn sie auf einen Link klicken, obwohl sie einen anderen Browser als Standard festgelegt haben.

Einstellung gilt nicht für den System-Standardbrowser

Trotz der Einführung der neuen Funktion behalten Administratoren die Kontrolle. Wer der Meinung ist, dass Edge der geeignete Browser für seine Mitarbeiter ist, muss nichts weiter tun. Für alle anderen gibt es die Option, die Einstellung im 365-Admin-Center, dem Cloud Policy Service for Microsoft 365, zurückzusetzen, so dass weiterhin der Standardbrowser zum Öffnen von Weblinks verwendet wird.

Unabhängig von den Entscheidungen der Administratoren gilt die Einstellung nicht für den System-Standardbrowser. Auch wenn Outlook- und Teams-Einstellungen die Einstellung für den Standardbrowser überschreiben, bleibt die Systemeinstellung unverändert. Wenn die Tools in der Firma oder Schule genutzt werden, können die Gruppenrichtlinien angepasst werden. Über die Option "Auswählen, welcher Browser Weblinks öffnen soll" kann der Standardbrowser in Outlook konfiguriert werden. Ob es in Teams eine ähnliche Möglichkeit geben wird, ist noch unklar.

Microsoft-Schwachstelle: Warum User dringend ein Update machen sollten

Laut einem Beitrag im Microsoft-Blog Petri wird aus einer weiteren Benachrichtigung im Admin-Center deutlich, dass auch Mobilnutzer zukünftig nach dem Browser gefragt werden, mit dem sie Links in Outlook und Teams öffnen möchten. Dies gilt sowohl für iOS- als auch Android-Geräte, während bei Desktop-Rechnern nur Windows-Geräte betroffen zu sein scheinen.

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