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Microsoft-CEO Satya Nadella: „Wenn KI außer Kontrolle gerät, wird das ein Problem“

Satya Nadella, Vorstandsvorsitzender von Microsoft, steht vor der Preisverleihung des Axel Springer Awards an ihn auf dem Roten Teppich. - Copyright: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
Satya Nadella, Vorstandsvorsitzender von Microsoft, steht vor der Preisverleihung des Axel Springer Awards an ihn auf dem Roten Teppich. - Copyright: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Wie kann Technologie die Menschen sowohl beruflich als auch privat unterstützen? Dazu hat Microsoft-CEO Satya Nadella visionäre Ideen hervorgebracht. Und sie haben maßgeblich dazu beigetragen, das moderne Leben in vielfältiger Weise zu verändern und zu prägen. Für seine Verdienste wurde Nadella nun an diesem Dienstagabend mit dem Axel Springer Award (Business Insider gehört zu Axel Springer) ausgezeichnet.

Der Award wurde ihm im neuen Axel-Springer-Gebäude in Berlin persönlich überreicht. Eröffnet wurde die Preisverleihung mit einer Rede des Bundesministers für Verkehr und Digitales, Volker Wissing (FDP), eröffnet. Der Minister sprach über eines der wichtigsten Themen des Abends: Künstliche Intelligenz (KI). „Jetzt ist Microsoft eine der treibenden Kräfte hinter künstlicher Intelligenz“, sagte er und verwies auf Microsofts Investitionen in den Hersteller von ChatGPT, OpenAI. „Es ist atemberaubend, was man bereits mit KI erreichen kann.“

Nadella sprach über seine Vergangenheit und den Anfang als CEO

Nach der Vorführung einer Biografie über sein Leben wurde Nadella überrascht, als der ehemalige Profi-Cricketspieler Zaheer Khan auftrat und ihm einen signierten Cricket-Schläger überreichte. Nadella ist ein großer Cricket-Fan, einer äußerst beliebten Sportart in seinem Geburtsland Indien. Im Jahr 2022 schlossen sich Nadella und der Adobe-CEO Shantanu Narayen zusammen, um in das Cricket-Team Seattle Orcas zu investieren und die Sportart in den Vereinigten Staaten zu fördern. Zu seinem Geschenk sagte er: „Das habe ich nicht erwartet. Ich dachte, ich würde nur eine Auszeichnung in einem Konferenzsaal erhalten“, sagte er. „Aber es ist erstaunlich, hier zu sein und ein Geschenk von einem meiner Cricket-Helden zu bekommen.“

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Und Cricket gehörte zu den vielen Themen, über die Nadella mit dem CEO von Axel Springer, Mathias Döpfner, sprach. Die beiden Geschäftsführer diskutierten auch über die Vergangenheit von Microsoft, zu der Nadella 1992 stieß: „Damals dachte niemand daran, dass der Tag kommen würde, an dem Bill Gates und Steve Ballmer nicht mehr da wären“, sagte Nadella. „Die Leute sagen, ich habe das Privileg, CEO zu sein, aber ich bin einfach froh, einen Job bei Microsoft zu haben.“

Sie sprachen auch über die Unternehmenskultur, Philanthropie und natürlich Künstliche Intelligenz. Nadella sagte, dass das Potenzial von KI in menschlicher Arbeit und im Privatleben künftig von erheblicher Bedeutung sein werde. Bei einer Veranstaltung früher am Tag bezeichnete er sie als „eine der größten Erfindungen seit dem Internet“.

„Wir müssen sicherstellen, dass Maschinen den Menschen dienen“

Als einer der Hauptinvestoren von OpenAI betonte Nadella die Notwendigkeit für Unternehmen, Vertrauens- und Sicherheitsmechanismen in KI-Tools zu integrieren. „Wenn KI etwas ist, das außer Kontrolle gerät, wird das ein Problem“, sagte er. „Wir müssen sicherstellen, dass Maschinen den Menschen dienen.“

Die Veranstaltung endete mit einer humorvollen Rede des KI-gesteuerten Chatbots Bing, der während der Veranstaltung als ,Die Stimme Gottes' bezeichnet wurde. Über Nadella sagte der Chatbot: „Satya versteht, dass hinter jedem ,Benutzerfehler' auf dem Bildschirm einfach ein frustrierter Benutzer steckt, der ein Katzenmeme teilen wollte.“

Der Axel Springer Award zeichnet herausragende Persönlichkeiten aus, die in besonderer Weise innovativ sind, Märkte schaffen und verändern, die Kultur prägen und sich gleichzeitig ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen. Der Preis erkennt Geleistetes an und macht Mut zu weiteren Schritten. Gleichzeitig sollen die Preisträger Vorbild für andere sein, ihre eigenen Ideen zu verwirklichen.

In der Vergangenheit wurden bereits der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, die BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin, Tesla-Gründer und CEO Elon Musk, die Wirtschaftswissenschaftlerin und Autorin Shoshana Zuboff, Amazon-Gründer und CEO Jeff Bezos, und der Eigentümer der Washington Post, Sir Tim Berners-Lee, sowie Meta-Gründer und CEO Mark Zuckerberg ausgezeichnet.