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Mehr als 400 000 Corona-Tote in den USA

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WASHINGTON (dpa-AFX) - Ein Jahr nach dem ersten gemeldeten Corona-Fall in den USA hat das Land einen weiteren düsteren Meilenstein passiert: Mehr als 400 000 Menschen sind seit Beginn der Pandemie bereits nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gestorben, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Dienstag hervorging.

Die Zahl der täglich nachgewiesenen Neuinfektionen bewegen sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern weiter auf hohem Niveau. In den vergangenen Tagen wurden mehrfach mehr als 3000 Tote und mehr als 200 000 Neuansteckungen binnen 24 Stunden verzeichnet. In absoluten Zahlen gemessen sind die USA das Land mit den meisten nachgewiesenen Ansteckungen und Todesfällen. Mehr als 24 Millionen Infektionen wurden verzeichnet. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

Die USA stehen kurz vor einem Regierungswechsel. Am Abend vor der Amtseinführung des künftigen Präsidenten Joe Biden war am Dienstag eine Gedenkzeremonie für die Pandemie-Opfer geplant. Am Reflexionsbecken am Lincoln Memorial in der Hauptstadt Washington sollten im Beisein von Biden und seiner Stellvertreterin Kamala Harris 400 Lichter entzündet werden.

Biden hat die Eindämmung der Pandemie zu einer der wichtigsten Prioritäten seiner Regierung erklärt. Er will die Amerikaner zum Maskentragen aufrufen und eine Maskenpflicht unter anderem für Regierungsgebäude anordnen. Zudem hat Biden versprochen, die schleppend angelaufene Impfkampagne zu beschleunigen und ein billionenschweres Hilfspaket durch den Kongress zu bringen.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen nachträglich korrigiert. Die Gesundheitsbehörde CDC hatte am 21. Januar 2020 die erste Coronavirus-Infektion in den USA bei einem kurz zuvor erkrankten Patienten im Bundesstaat Washington bestätigt.