Deutsche Märkte öffnen in 8 Stunden 9 Minuten

Massenpanik bei Ikea: Shanghaier Polizei will alle Kunden wegen eines Corona-Falls einsperren

In der Ikea-Filiale in Xuhui/Shanghai kam es am Samstag zu einer Massenpanik – weil die Polizei sie wegen eines Covidfalls abriegeln wollte. (Archivbild) - Copyright: picture alliance / Xing Yun / Costfoto
In der Ikea-Filiale in Xuhui/Shanghai kam es am Samstag zu einer Massenpanik – weil die Polizei sie wegen eines Covidfalls abriegeln wollte. (Archivbild) - Copyright: picture alliance / Xing Yun / Costfoto

Menschen, die schreiend zu den Ausgängen stürzen. Polizisten, die mit vollem Körpereinsatz versuchen, einen Fahrstuhl zu blockieren, um die Mitfahrenden am Aussteigen zu hindern. In einem Ikea in Shanghai haben sich am Samstag dramatische Szenen abgespielt. Per Ladendurchsage wurden die Besucher dazu aufgefordert, in dem Geschäft zu bleiben, weil es wegen eines Covid-Falls unter Lockdown gestellt wird.

Der Twitter-Aktivist Fang Shimin postete ein Video, das die chaotischen Zustände zeigt. Dazu schrieb er warnend: "Geht nicht in Einkaufszentren einkaufen, bis das Virus verschwunden ist, denkt daran." Und auch die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete über die dramatischen Szenen.

Die Polizei und Gesundheitsbehörden wollten das Möbelhaus unter Quarantäne stellen, weil sich offenbar ein sechsjähriger Junge mit einer asymptomatischen Covid-Erkrankung dort aufgehalten hatte. Als Reaktion versuchten Hunderte Kunden noch schnell nach draußen zu fliehen.

In China gab es in der Vergangenheit immer wieder Fälle von Menschen, die aufgrund eines Covid-Falls in Supermärkten hatten schlafen müssen, weil sie ausgerechnet dann dort eingekauft hatten, als die Gesundheitsbehörden anrückten, um den Lockdown zu verhängen.

Nach einem wochenlangen Mega-Lockdown sind die 25 Millionen Bewohner Shanghais besonders gebeutelt. Es herrschte strenges Ausgehverbot, Wohnhäuser wurden abgeriegelt und die Versorgung mit Lebensmitteln sowie notwendigen Medikamenten war in den ersten beiden Wochen unzureichend organisiert.

Unklar ist, wann genau der infizierte Junge die Ikea-Filiale besucht hatte. Jeder, der sich am Samstag dort aufhielt, muss mindestens zwei Tage in Quarantäne und fünf Tage den eigenen Gesundheitszustand beobachten, zitiert Bloomberg eine offizielle Erklärung der Shanghaier Gesundheitskommission.