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Maske am Tisch und Kontaktliste - Neue Regeln in Pariser Restaurants

·Lesedauer: 1 Min.

PARIS (dpa-AFX) - Im Kampf gegen das Coronavirus gelten in Pariser Restaurants ab sofort strengere Hygieneregeln. Seit Dienstag müssen Restaurants die Kontaktdaten ihrer Gäste ähnlich wie in Deutschland sammeln. Gastronomen müssen diese Informationen den Gesundheitsbehörden übermitteln, wie es im neuen Regelwerk des Gesundheitsministeriums heißt. Die Daten würden nach 14 Tagen vernichtet. Die Regeln schreiben außerdem vor, dass Gäste bis zum ersten Gang und zwischen den Mahlzeiten ihre Maske tragen müssen. An den Tischen sind maximal sechs Personen erlaubt.

Das Hygieneprotokoll schreibt außerdem vor, dass Rechnungen am Tisch und nicht am Tresen beglichen werden. Es ist weiterhin verboten, innerhalb oder außerhalb des Restaurants im Stehen Getränke zu konsumieren. Wegen der sehr ernsten Corona-Lage hatte Frankreichs Regierung die "maximale Alarmstufe" in der französischen Hauptstadt und den inneren Vorstädten ausgerufen. Seit Dienstag haben dort daher zunächst für zwei Wochen Bars und Cafés geschlossen, es gelten weitere Einschränkungen. So sind Schwimm- oder Turnhallen weitestgehend geschlossen, Feste und Partys sind verboten. Restaurants dürfen geöffnet bleiben, müssen sich aber an die neuen Vorschriften halten.

In einer Kaffeehauskette sorgte die neue Kontaktliste am Morgen in Paris bereits für Aufregung. Diese lag für alle einsehbar an der Kasse aus, eine Kundin regte sich darüber auf. Ein anderer Kunde strich seine hinterlassenen Kontaktdaten kurzerhand wieder durch - alle benutzten dabei denselben Stift. Generell herrscht in Paris Unverständnis darüber, dass Bars schließen mussten - es aber keine strengeren Regelungen für die teilweise überfüllten Metros und Vorstadtzüge gibt.

Die im öffentlichen Verkehr ergriffenen Maßnahmen, insbesondere das obligatorische Tragen von Masken, seien wirksam, sagte der beigeordnete Minister für Verkehr, Jean-Baptiste Djebbari, dem Sender RMC. Die Fahrzeuge würden regelmäßig gereinigt. Der öffentliche Nahverkehr sei kein besonderer Ort der Ansteckung, so Djebbari.