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Lieber "SOKO Soundso" als Frauenfußball: Bundestrainerin greift ARD und ZDF an

·Lesedauer: 2 Min.

Hat das öffentlich-rechtliche Fernsehen die Verpflichtung, den Frauenfußball stärker zu fördern? Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ärgert sich über wenig attraktive Anstoßzeiten. ARD und ZDF warf sie Quotenfixiertheit vor.

Martina Voss-Tecklenburg ist aufs öffentlich-rechtliche Fernsehen nicht gut zu sprechen. Die Bundestrainerin der DFB-Frauen ärgert sich über wenig attraktve Anstoßzeiten. (Bild: 2021 Getty Images/Martin Rose)
Martina Voss-Tecklenburg ist aufs öffentlich-rechtliche Fernsehen nicht gut zu sprechen. (Bild: 2021 Getty Images/Martin Rose)

Die Trainerin der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft hat sich mit deutlicher Kritik an den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten zu Wort gemeldet. In einem Podcast-Gespräch beklagte Martina Voss-Tecklenburg, der Frauenfußball erfahre im TV nicht die Wertschätzung, die ihm zustehe. Hintergrund ist eine Reihe von WM-Qualifikationsspielen, die zwar allesamt übertragen wurden, dies jedoch zu wenig attraktiver Uhrzeit: Werktags um 16 Uhr.

Im "kicker"-Podcast "Fe:male view on football" schilderte Voss-Tecklenburg, wie diese Anstoßzeiten zustandekämen. "Es heißt: 'Ihr könnt nicht um 18 oder 19 Uhr spielen, weil da kommt 'SOKO Soundso' und da haben wir zwei Millionen Zuschauer.'" Die Bundestrainerin ärgert diese Begründung offenbar sehr: "Das kann man anführen, sollte man aber nicht. Wir wundern uns alle, dass wir nicht so viele Fans in den Stadien haben - aber da kann ja auch niemand gehen."

"Die Öffentlich-Rechtlichen müssen nicht nur auf Quote gehen"

ARD und ZDF haben sich bis 2023 die Übertragungsrechte an Spielen der DFB-Auswahl der Frauen gesichert. Damit verbindet die Bundestrainerin aber auch eine Verpflichtung: "Das Fernsehen hat einen gesellschaftlichen Auftrag, die Öffentlich-Rechtlichen müssen nicht nur auf Quote gehen." Es zeige sich am Vorgehen der Sender, dass "Deutschland kein Sportland" sei.

Zuletzt war ein sportlich bedeutsames Quali-Spiel der Frauenfußballnationalmannschaft zwar zu attraktiverer Anstoßzeit zu sehen (19 Uhr), allerdings nicht im linearen Fernsehen, sondern nur im Live-Stream in der Mediathek. Bei einer Presskonferenz nahm daran auch DFB-Interimspräsident Rainer Koch Anstoß. Er kritisierte: "Würde morgen ein entscheidendes oder vorentscheidendes WM-Qualifikationsspiel der Männer Portugal gegen Deutschland sein, und das ZDF hätte die Übertragungsrechte - dann bin ich ganz sicher, dass wir das um 19 Uhr nicht nur im Livestream anzuschauen hätten."

Im Video: Die UEFA verdoppelt das Preisgeld für die Frauenfußball-EM 2022

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