Deutsche Märkte schließen in 1 Stunde 53 Minute
  • DAX

    11.602,12
    +41,61 (+0,36%)
     
  • Euro Stoxx 50

    2.959,45
    -4,09 (-0,14%)
     
  • Dow Jones 30

    26.624,62
    +104,67 (+0,39%)
     
  • Gold

    1.875,60
    -3,60 (-0,19%)
     
  • EUR/USD

    1,1692
    -0,0058 (-0,49%)
     
  • BTC-EUR

    11.453,86
    +250,02 (+2,23%)
     
  • CMC Crypto 200

    264,04
    +21,36 (+8,80%)
     
  • Öl (Brent)

    35,80
    -1,59 (-4,25%)
     
  • MDAX

    25.891,07
    +6,94 (+0,03%)
     
  • TecDAX

    2.830,96
    +1,65 (+0,06%)
     
  • SDAX

    11.534,30
    +77,78 (+0,68%)
     
  • Nikkei 225

    23.331,94
    -86,57 (-0,37%)
     
  • FTSE 100

    5.584,71
    +1,91 (+0,03%)
     
  • CAC 40

    4.572,48
    +1,36 (+0,03%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.117,95
    +113,08 (+1,03%)
     

Deutscher Aktienindex schließt im Plus – Infineon größter Tagesgewinner

·Lesedauer: 5 Min.

Das wichtigste deutsche Kursbarometer hält sich über der psychologisch wichtigen Marke von 13.000 Punkten. Einige Aktien stehen besonders im Fokus.

Im Blick der Anleger bleibt die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie. Foto: dpa
Im Blick der Anleger bleibt die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie. Foto: dpa

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt bleiben vorerst optimistisch. Der Dax schließt am Montag 0,7 Prozent höher bei 13.138 Punkten. Am vergangenen Freitag war er bei 13.051 Zählern aus dem Handel gegangen. Damit hatte der Index seinen Wochengewinn von knapp drei Prozent verteidigt.

Das wichtigste deutsche Börsenbarometer notiert somit auf hohem Niveau. Dabei steigen in vielen Ländern Europas die Infektionszahlen – auch in Deutschland. Kanzleramtschef Helge Braun verteidigte schärfere Einschränkungen etwa bei Reisen oder Feiern. Noch ist abzuwarten, wie stark etwa die Beherbergungsverbote die Aktienkurse von Unternehmen der Reisebranche belasten werden.

In den USA notierten die Börsen am Montag im Plus. Marktteilnehmer schauen vor allem nach Washington, wo sich Finanzminister, Notenbanker, Diplomaten und führende Wirtschaftsvertreter vom 12. bis 18. Oktober im Rahmen der Herbsttagung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) beraten. Die Tagung wird wegen der Corona-Pandemie vor allem online und über Videokonferenzen stattfinden.

Außerdem will in den USA der Senat heute mit der Anhörung der Kandidatin von Präsident Donald Trump für das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten beginnen. Am ersten Tag geht es im Justizausschuss zunächst um die Vorstellung der konservativen Juristin Amy Coney Barrett und einleitende Stellungnahmen.

Die Anhörung geht am Dienstag mit der Befragung der Kandidatin weiter. Trump und die Republikaner im Senat wollen Barrett noch vor der Präsidentenwahl am 3. November ins Oberste Gericht bringen.

In Polen feierte der polnische Amazon-Konkurrent Allegro am Montag ein fulminantes Börsendebüt. Die Aktie stieg an der Warschauer Börse um mehr als 60 Prozent. Das Papier notierte zeitweise bei über 70 Zloty (umgerechnet 15,61 Euro) nach einem Ausgabepreis von 43 Zloty je Aktie. Damit wurde Allegro mit 16,2 Milliarden Euro bewertet und stieg auf einen Schlag zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen Polens auf.

Blick auf Einzelwerte

Daimler: Positive Analystenkommentare ermuntern Anleger zum Einstieg bei Daimler. Die Experten von Goldman Sachs stuften die Titel von „verkaufen“ auf „kaufen“ hoch und hoben das Kursziel von 40 auf 60 Euro an. Die Analysten von Morgan Stanley erhöhten ihr Kursziel von 54 auf 63 Euro. Am Montag legte die Daimler-Aktie um rund 1,7 Prozent zu.

Infineon: In der Chipindustrie steht die nächste Großübernahme bevor. Der US-Hersteller AMD will für 30 Milliarden Dollar den Konkurrenten Xilinx übernehmen. Solche Nachrichten treiben auch die Kurse anderer Branchenvertreter. Bereits in den vergangenen Wochen zählte die Infineon-Aktie zu den besten Performern im Dax. Infineon schloss am Montag rund zwei Prozent höher und setzte sich damit gegen Handelsende an die Dax-Spitze.

BASF: Wie stark wird die Coronakrise den Chemiekonzern BASF weiterhin belasten? Am vergangenen Freitag hatte das Unternehmen tiefrote Zahlen gemeldet. Wegen Wertberichtigungen und Restrukturierungskosten betrug im dritten Quartal der Verlust 2,1 Milliarden Euro. Bis zum Handelsende am Montag gab der Aktienkurs von BASF um 0,6 Prozent nach.

VW: Ein Aktionär der VW-Tochter Audi versucht per Anfechtungsklage, die schnelle und vollständige Übertragung des Ingolstädter Autoherstellers an die Konzernmutter Volkswagen zu verhindern. Volkswagen hält 99,64 Prozent an Audi und hatte schon im Februar angekündigt, die Premiumtochter von der Börse zu nehmen. Per Squeeze-out sollen die wenigen freien Aktionäre aus dem Unternehmen gedrängt werden. Von 43 Millionen Aktien liegen gerade einmal gut 150.000 bei freien Anteilseignern, zumeist früheren Audi-Beschäftigten. Die VW-Aktie stieg bis zum Handelsschluss um 1,3 Prozent.

SAP: Vorstandschef Christian Klein will die Produkte des Dax-Konzerns wieder leichter einsetzbar machen. Als früherer Chief Operating Officer (COO) kennt er die Baustellen – und stellt das Unternehmen nun als CEO grundlegend neu auf, einschließlich neuer Führungskräfte. Die Aktie stieg um rund ein Prozent.

Blick auf andere Assetklassen

Öl: Die Preise für Rohöl haben am Montag nachgegeben. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 41,55 Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) notierte bei rund 39,32 Dollar.

Marktbeobachter machten für die Preisschwäche unter anderem die nach dem Wirbelsturm „Delta“ wieder anlaufende Ölförderung im Golf von Mexiko verantwortlich. Auch in Libyen gebe es Fortschritte bei der Wiederaufnahme der Produktion im größten Ölfeld des Landes.

Euro: Der Kurs des Euros pendelte am Montag um die Marke von 1,18 US-Dollar. Am Abend kostete die Gemeinschaftswährung 1,1808 Dollar.

Türkische Lira: Die türkische Lira steht seit Monaten unter Druck. Am Montagabend kostete ein Dollar 7,8774 Lira. Die Lira hat in diesem Jahr rund 25 Prozent abgewertet, hauptsächlich aufgrund von Bedenken wegen der erschöpften Devisenreserven der Zentralbank und kostspieliger Interventionen auf dem Devisenmarkt. Hinzu kamen geopolitische Sorgen.

Gold: Edelmetallexperten sind für den Goldmarkt weiterhin positiv gestimmt. Als Hauptgrund für diese Entwicklung gilt das globale Niedrigzinsumfeld. Am Montagabend notierte der Goldpreis bei 1922 Dollar je Feinunze. Die Schweizer Großbank UBS hob ihr Preisziel zum Jahresende kürzlich auf 2100 Dollar pro Unze an. Goldman Sachs erwartet sogar bis zu 2400 Dollar. Und der Bank of America zufolge könnte der Goldpreis auf 3000 Dollar bis Ende 2021 steigen.

Anleihen: Bei italienischen Staatsanleihen griffen Investoren zu. Dies drückte die Rendite der zehn- und 30-jährigen Titel zum Wochenstart jeweils auf ein Rekordtief von 0,697 und 1,557 Prozent. Der Hauptgrund hierfür sei die wachsende Wahrscheinlichkeit einer Ausweitung der EZB-Wertpapierkäufe, hieß es unter Anlagestrategen.

Mit Agenturmaterial. Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.