Deutsche Märkte schließen in 6 Stunden 27 Minuten
  • DAX

    13.578,00
    +43,03 (+0,32%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.721,91
    +6,54 (+0,18%)
     
  • Dow Jones 30

    32.774,41
    -58,13 (-0,18%)
     
  • Gold

    1.808,90
    -3,40 (-0,19%)
     
  • EUR/USD

    1,0222
    +0,0004 (+0,04%)
     
  • BTC-EUR

    22.624,22
    -812,67 (-3,47%)
     
  • CMC Crypto 200

    537,66
    -19,69 (-3,53%)
     
  • Öl (Brent)

    90,33
    -0,17 (-0,19%)
     
  • MDAX

    27.330,63
    +59,81 (+0,22%)
     
  • TecDAX

    3.087,92
    -18,26 (-0,59%)
     
  • SDAX

    12.817,89
    +8,89 (+0,07%)
     
  • Nikkei 225

    27.819,33
    -180,63 (-0,65%)
     
  • FTSE 100

    7.489,23
    +1,08 (+0,01%)
     
  • CAC 40

    6.496,17
    +6,17 (+0,10%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.493,93
    -150,53 (-1,19%)
     

Lagarde: EZB kann bei ungünstiger Inflationsentwicklung Tempo erhöhen

SINTRA/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte angesichts der hartnäckig hohen Inflation das Tempo bei der Normalisierung ihrer Geldpolitik in den nächsten Monaten erhöhen. "Wenn sich die Inflationsaussichten nicht verbessern, werden wir über ausreichende Informationen verfügen, um schneller zu handeln", sagte die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, am Dienstag bei einer Konferenz der Notenbank im portugiesischen Sintra, die auch im Internet übertragen wurde. "Angesichts der allgemeinen Aussichten wird der Prozess der Normalisierung unserer Geldpolitik entschlossen und nachhaltig fortgesetzt werden."

Der EZB-Rat hatte bei seiner jüngsten regulären Sitzung am 9. Juni angesichts der rekordhohen Teuerung nach langem Zögern den Ausstieg aus der seit Jahren ultralockeren Geldpolitik beschlossen: Die milliardenschweren Anleihenzukäufe werden zum 1. Juli beendet. Bei der nächsten regulären Sitzung des EZB-Rates am 21. Juli will die Notenbank die Leitzinsen erstmals seit elf Jahren wieder erhöhen, zunächst um jeweils 0,25 Prozentpunkte. Für die September-Sitzung hat die Notenbank einen weiteren - dann womöglich größeren - Zinsschritt in Aussicht gestellt.

Die Anhebung der Zinsen könnte vor allem für hochverschuldete Staaten in Südeuropa zur Belastung werden. Die EZB hat daher bereits angekündigt, sie arbeite an einem neuen Anti-Kriseninstrument. "Das neue Instrument muss wirksam sein, gleichzeitig aber auch verhältnismäßig und mit ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen versehen, damit die Mitgliedstaaten weiterhin eine solide Finanzpolitik verfolgen können", sagte Lagarde.

Die EZB-Präsidentin betonte, die Notenbank werde "eine ungerechtfertigte Fragmentierung" im Euroraum nicht hinnehmen. Die Normalisierung der Geldpolitik werde natürlich zu einem Anstieg der Renditen von Staatsanleihen führen, erklärte Lagarde. "Um die ordnungsgemäße Übertragung unseres geldpolitischen Kurses im gesamten Euroraum zu gewährleisten, müssen wir jedoch sicherstellen, dass diese Preisanpassung nicht durch eine destabilisierende Marktdynamik verschärft und verzerrt wird." Wichtig sei, eine einheitliche Geldpolitik für den Währungsraum der 19 Staaten sicherzustellen, dann sei es möglich, "die Zinssätze so weit wie nötig anzuheben".

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.