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Klimaforscher: Einfluss fossiler Lobby nicht überraschend

DUBAI (dpa-AFX) -Der führende deutsche Klimaforscher Ottmar Edenhofer ist vom Einfluss fossiler Lobbyisten auf der bislang größten Klimakonferenz aller Zeiten nicht überrascht. "Wir müssen den Großteil der fossilen Ressourcen und Reserven an Kohle, Öl und Gas in Boden lassen, was ja im Kern bedeutet, dass die Vermögen von Öl, Kohle und Gas entwertet werden", sagte der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung der Deutschen Presse-Agentur. "Dass das nicht einfach so hingenommen wird, sondern dass die dann versuchen, sich dagegen zu wehren - damit musste man rechnen."

Die aktuelle Weltklimakonferenz in Dubai ist mit rund 97 000 registrierten Teilnehmern die größte jemals und noch einmal fast doppelt so groß wie jene im vergangenen Jahr in Ägypten. Viel Kritik gibt es daran, dass auch Hunderte Lobbyisten der fossilen Industrie erwartet wurden.

Klimaökonom Edenhofer meint: "Der Einfluss wäre auch groß, wenn die Konferenz kleiner wäre. Die fossile Industrie ist ein gewaltiger Machtfaktor und ein großer Wirtschaftsfaktor. Das ist offensichtlich."

Er sieht es als entscheidend an, dass die Preise für die Nutzung klimaschädlicher Energieträger steigen, damit diese unrentabel werden. "Es braucht international starke CO2-Preissignale. Deswegen reicht es nicht aus, einfach nur die erneuerbaren Energieträger zu verdreifachen und die Energieeffizienz zu erhöhen." Die Ankündigung der EU, Klimazölle einführen zu wollen, führe dazu, dass nun Länder wie Indien, die Türkei oder die Vereinigten Arabischen Emirate die Einführung von CO2-Preisen diskutierten.

Deutschland und die EU setzen sich neben den von Edenhofer erwähnten Zielen für die Erneuerbaren und die Energieeffizienz auch dafür ein, dass man sich auf den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas einigt. Dies ist jedoch international sehr umstritten.