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Klöckner: Fischbestände haben sich verbessert - Aber nicht am Ziel

ZAGREB (dpa-AFX) - Nach den deutlichen Einschnitten für Fischer in diesem Jahr beobachtet Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner eine positive Entwicklung. "Wir sehen, dass die Bestände besser geworden sind, also nachhaltiger gefischt worden ist", sagte die CDU-Politikerin am Montag am Rande einer Videokonferenz mit ihren EU-Kollegen. "Aber wir sind noch lange nicht am Ziel." Es müsse darüber beraten werden, wie auf der einen Seite die Fischerei unterstützt werden kann und sich die Bestände auf der anderen Seite erholen können.

Nach Einigungen der EU-Fischereiminister mussten deutsche Fischer in diesem Jahr vor allem in der Ostsee deutliche Einschränkungen hinnehmen. So wurde etwa beim für Deutschland wichtigen westlichen Hering die erlaubte Fangmenge um 65 Prozent reduziert. Beim westlichen Dorsch waren es minus 60 Prozent. Für die Nordsee wurde die erlaubte Kabeljau-Fangmenge um 50 Prozent gesenkt. Der Makrelen-Fang konnte hingegen deutlich ausgeweitet werden.

Die EU-Fischereiminister legen in jedem Jahr die sogenannten zulässigen Gesamtfangmengen fest. Die EU-Kommission macht dafür Vorschläge auf der Grundlage wissenschaftlicher Empfehlungen, in denen der Zustand einzelner Bestände untersucht wird. Ein Bestand ist eine Fischart in einem bestimmten Gebiet.

Deutschland übernimmt am Mittwoch turnusgemäß die EU-Ratspräsidentschaft von Kroatien. Somit wird Klöckner die Treffen mit ihren EU-Kollegen im kommenden halben Jahr leiten. Für die Videokonferenz am Montag reiste sie nach Zagreb.