Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    12.139,68
    -88,24 (-0,72%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.328,65
    -13,91 (-0,42%)
     
  • Dow Jones 30

    29.022,44
    -238,37 (-0,81%)
     
  • Gold

    1.636,40
    +3,00 (+0,18%)
     
  • EUR/USD

    0,9583
    -0,0029 (-0,30%)
     
  • BTC-EUR

    19.852,16
    -202,34 (-1,01%)
     
  • CMC Crypto 200

    437,59
    -21,55 (-4,69%)
     
  • Öl (Brent)

    78,46
    +1,75 (+2,28%)
     
  • MDAX

    22.342,60
    -107,77 (-0,48%)
     
  • TecDAX

    2.655,13
    +1,03 (+0,04%)
     
  • SDAX

    10.523,22
    +15,31 (+0,15%)
     
  • Nikkei 225

    26.571,87
    +140,32 (+0,53%)
     
  • FTSE 100

    6.984,59
    -36,36 (-0,52%)
     
  • CAC 40

    5.753,82
    -15,57 (-0,27%)
     
  • Nasdaq Compositive

    10.771,29
    -31,63 (-0,29%)
     

Katalanen fordern Unabhängigkeit von Spanien - Bewegung zerstritten

BARCELONA (dpa-AFX) - Knapp fünf Jahre nach der gescheiterten Abspaltung Kataloniens von Spanien haben am katalanischen Nationalfeiertag Diada Zehntausende in Barcelona für die Unabhängigkeit der Region demonstriert. Die Kundgebung am Sonntag stand unter dem Motto: "Lasst uns zurückkehren, um zu gewinnen: Unabhängigkeit!" Angaben des Veranstalters, der separatistischen Bürgerbewegung ANC oder der Polizei zur Zahl der Teilnehmer gab es zunächst nicht.

Beobachter schätzten jedoch, dass weniger Menschen als im vergangenen Jahr teilnahmen. Damals hatte die Polizei die Zahl von 108 000 Demonstranten genannt, der ANC dagegen 400 000 Teilnehmer. In den Jahren vor der Pandemie hatten sich zum Teil sogar mehr als eine Million Menschen beteiligt. Grund für die geringere Teilnahme dürften auch Streitigkeiten innerhalb der Separatistenbewegung sein. Dabei stehen sich die zu Verhandlungen mit Madrid bereite linke Partei ERC von Regionalpräsident Pere Aragonès und die auf einen Bruch mit Madrid setzende Partei Junts gegenüber.

Vor fünf Jahren hatte am 1. Oktober ein illegales Referendum der separatistischen Regionalregierung über eine Abspaltung von Spanien stattgefunden. In der Folge wurde Katalonien von der Zentralregierung zeitweise unter Zwangsverwaltung gestellt. Der damalige Regionalregierungschef Carles Puigdemont und einige Mitstreiter flohen ins Ausland. Andere Separatisten wurden zu langer Haft verurteilt, 2021 allerdings begnadigt.

Die Diada wird jedes Jahr am 11. September begangen und erinnert an den Verlust der katalanischen Selbstverwaltung im Jahr 1714.