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Karrierechancen für Frauen im Mittelstand höher als in Dax-Konzernen

Der Mittelstand hat deutlich mehr Frauen in Spitzenpositionen als börsennotierte Unternehmen. Ihr Anteil ist laut einer Studie zuletzt gestiegen.

Der Anteil weiblicher Vorstände und Geschäftsführer ist im Mittelstand gestiegen. Foto: dpa

Kurz vor dem Weltfrauentag am 8. März gibt es eine gute Nachricht beim Thema Gleichberechtigung: Der Anteil weiblicher Vorstände und Geschäftsführer ist laut Mittelstandsbarometer der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY in der Branche gestiegen.

Im Mittelstand beträgt er nun 16 Prozent, was im Vergleich mit der durchschnittlichen Anzahl weiblicher Vorstände in den börsennotierten Unternehmen nicht wenig sind: Bei den Konzernen im Dax, MDax und SDax sind es zusammen neun Prozent weibliche Führungsmitglieder – gerade die Unternehmen im MDax und SDax können mit acht und sechs Prozent nur wenige weibliche Vorstände vorweisen.

Immerhin haben 77 Prozent der Dax-Konzerne wenigstens eine Frau im Vorstand, im Mittelstand trifft das dagegen nur auf 48 Prozent der Unternehmen zu. Die Mehrheit der Mittelständler verfügen also noch immer über keine einzige weibliche Führungskraft in der Unternehmensführung.

Bei den börsennotierten Unternehmen sind es wieder die im MDax und SDax notierten, die mit 28 und 20 Prozent besonders schlecht abschneiden. Die in diesen beiden Indizes notierten Firmen stehen weit weniger im Fokus der Medien als die Dax-Konzerne. Daher war bislang der Druck, Frauenquoten zu erfüllen, bei den Dax-Firmen bislang viel größer.

Seit 2015 gibt es eine Frauenquote, die den 100 größten börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Konzernen vorschreibt, 30 Prozent des Aufsichtsrats mit Frauen zu besetzen. Eine entsprechende Quote für die Vorstände gibt es dagegen nicht.

Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten sind allerdings verpflichtet, verbindliche Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in den obersten Führungsebenen festzulegen. Oft wird dort jedoch die „Zielgröße Null“ festgelegt – mit dem Ziel, keine Frauen verbindlich im Vorstand haben zu müssen.

In dem von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey am Donnerstag vorgelegten Entwurf einer nationalen Gleichstellungsstrategie sind neben der Entgeltgleichheit und weiteren Vorgaben auch die „gleichberechtigte Repräsentanz in Kultur, Wissenschaft, Demokratie und auf Führungspositionen“ vorgesehen, was man auch als Quote für Vorstände und Geschäftsführungen verstehen kann.

Förderung fällt unterschiedlich aus

Dass der Anteil im nicht börsennotierten Mittelstand im Durchschnitt etwas besser aussieht, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass dort heute mit 81 Prozent noch mehr Firmen auf eine aktive Frauenförderung verzichten als vor zwei Jahren (78 Prozent). Befragt wurden 1500 Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 20 Millionen und einer Milliarde Euro.

Die Förderung fällt unter den Unternehmen außerdem sehr unterschiedlich aus. 16 Prozent bieten flexible Arbeitszeiten. Jeweils zwölf Prozent bieten Homeoffice an oder wollen Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in gleicher Position verringern.

EY-Partnerin Elfriede Eckl ist der Ansicht, dass Männer genauso von flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice profitierten. „Eine echte Frauenförderung muss sich auch messbare Ziele setzen – etwa die Abschaffung des Gender Pay Gap oder die Erhöhung der Zahl von weiblichen Führungskräften.“

In Bezug auf Branchen, Firmengrößen und regionale Verteilung zeigt sich, dass der Anteil weiblicher Geschäftsführer mit etwas mehr als einem Viertel besonders in der Finanz- und Dienstleistungsbranche hoch ist, gefolgt von der Ernährungsbranche und der Bauwirtschaft, während im Maschinenbau gerade einmal acht Prozent der Unternehmen über eine weibliche Führungskraft an der Spitze verfügen.

Frauen an der Unternehmensspitze findet man mit 18 Prozent eher bei Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als 30 Millionen Euro. Bei den großen Mittelständlern mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro liegt der Anteil dagegen nur bei 14 Prozent.

Regional zeigen sich ebenfalls Unterschiede. Während in den ostdeutschen Bundesländern – allen voran in Thüringen mit 26 Prozent – im Schnitt 19 Prozent der Geschäftsleitungsposten mit Frauen besetzt sind, sind es in den westdeutschen Bundesländern nur 15 Prozent.

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