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Die Justiz hat „Big Tobacco“ nicht kleingekriegt

Die Rückkehr auf den US-Markt ist dem Tabakkonzern British American Tobacco (BAT) stolze 49,4 Milliarden Dollar wert. Der britische Hersteller von Marken wie „Lucky Strike“ überzeugte mit einer aufgestockten Kaufofferte den amerikanischen „Camel“-Produzenten Reynolds American und verkündete . Vor zwölf Jahren hatte BAT seinen US-Teil abgespalten, um vor milliardenschweren Klagedrohungen von Krebspatienten sicher zu sein. Jetzt kauft er ihn quasi zurück und vollzieht so eine Kehrtwende – so wie andere Branchenspieler.

Das ist ein deutliches Anzeichen, dass sich der Traum von Gesundheitsschützern nicht erfüllt hat. Die US-Justiz mit ihren Sammelklagen hat die Gewinnmaschine „Big Tobacco“ nicht stilllegen können. Das zeigen die inzwischen gefällten Urteile.

Dabei fordert der Rauch nach Angaben der EU-Kommission allein in Europa jährlich 700.000 Todesopfer. Entsprechend hohe Entschädigungen wird es aber auch in Europa nicht geben. Und mit den Werbe- und Rauchverboten hat sich die Branche inzwischen arrangiert.

Für die Aktionäre sind das gute Nachrichten: Die Dividenden steigen zuverlässig. Hoffnung darauf, dass ein Investment in die Nikotinkonzerne doch noch ethisch unbedenklich werden könnte, bieten E-Zigaretten. Sie sind offenbar deutlich risikoärmer.

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Andererseits können sie den Tabakkonzernen auch als Vehikel dienen, neue Kunden zu gewinnen beziehungsweise gesundheitsbewusste Raucher nicht ganz zu verlieren. Das wäre schlecht: Ganz ohne gesundheitliche Folgen bleibt auch das elektronische Dampfen nicht. Da das Schadenersatz-Schwert stumpf ist, muss der gesetzliche Verbraucherschutz hier wachsam bleiben.

In gewissem Maß ist er aber sogar auf Tabakproduzenten angewiesen, die möglichst risikoarme Suchtmittel legal in den Verkehr bringen. Ob sich damit aber gleich derart hohe Renditen erzielen lassen müssen wie bislang, steht auf einem anderen Blatt.