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Judo-Grand-Slam in Tokio: Zwölf Goldmedaillen für Japan

Der Schlusstag des Judo-Grand-Slams in Tokio - das als spirituelle Heimat der Sportart bezeichnet wird - hatte Kämpfe in acht Gewichtsklassen zu bieten.

Bei den Frauen bis 48 Kilogramm setzte Kano Miyaki die japanische Überlegenheit des Vortages fort, sie bezwang im Finale gegen Rina Tatsukawa.

Morinari Watanabe, Vorsitzender des Internationalen Turnverbandes, übergab die Medaillen.

Olympiasiegerin Akira Sone war erstmals seit den Spielen von Tokio wieder im Einsatz. Man hatte den Eindruck, als sei sie nie weggewesen. Sone gewann in der Gewichtsklasse über 78 Kilogramm. Settimo Nizzi, Bürgermeister von Olbia, ehrte die Siegerin.

„Es ist toll, dass nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene viele Leute mein Judo beobachten. Ich glaube, dass viele meiner Gegnerinnen auch zuschauen und sich mein Judo ansehen, also muss ich stärker werden und härter arbeiten. Ich danke dem Publikum fürs Zuschauen, das gibt mir viel Kraft", sagte Sone.

Pirelli unterbricht Übermacht Japans

Bei den Männern bis 100 Kilogramm unterbrach der Italiener Gennaro Pirelli die Übermacht Japans und gewann. Siteny Randrianasoloniaiko, Vorsitzender des Afrikanischen Judoverbandes, überreichte die Medaillen.

„Ich kann es nicht glauben. Herzukommen und eine Medaille zu gewinnen, war mein Ziel und das Ziel meines Trainers. Ich bin sprachlos und freue mich."

Uta Abe stürmte durch die Vorrunden, im Finale kam es zur Wiederauflage des Kampfes um Gold bei der Weltmeisterschaft 2018. Olympiasiegerin Abe gewann dank ihrer guten Taktik gegen Ai Shishime und war hocherfreut, in Tokio in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm Gold vor heimischer Kulisse zu erlangen. Die Medaille erhielt sie aus den Händen von Jean-Luc Rougé, Generalsekretär des Judoweltverbandes.

Südkorea war in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm obenauf: Jeon Seungbeom jubelte über seinen ersten Sieg bei einem Welttourturnier. Die Freude musste raus.

Nach Silber bei der diesjährigen WM sicherte sich Joshiro Maruyama in Tokio den Sieg bei den Männern bis 66 Kilogramm.

Zwölf von 14 Goldmedaillen für Japan

Rika Takayama setzte sich in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm gegen die Ne-Waza-Spezialistin, nämlich Olympiasiegerin Shori Hamada, durch.

Hyoga Ota schloss bei den Männern über 100 Kilogramm mithilfe eines O-Uchi-Garis einen erfolgreichen Tag mit einem Sieg über Kokoro Kageura ab. Japan gewann damit zwölf der 14 Goldmedaillen in Tokio. Eine großartige Bilanz.

Die Stimmung in der Tokioter Halle war bestens, die Judo-Begeisterten standen Schlange, um ihren Helden zusehen zu können. Alle Altersgruppen waren vertreten, das Judo sagt: Danke Tokio und danke Japan!