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Inflation auf Rekordhoch - Bundesamt gibt Details für 2022 bekannt

WIESBADEN (dpa-AFX) -Die Inflation in Deutschland ist nach einer ersten Schätzung im vergangenen Jahr auf ein Rekordhoch gestiegen. Zum Jahresende schwächte sich der Preisauftrieb auf hohem Niveau allerdings ab, die Teuerungsrate rutschte im Dezember wieder unter die Zehn-Prozent-Marke. Details zur Entwicklung der Verbraucherpreise im vergangenen Jahr und im Dezember gibt das Statistische Bundesamt am Dienstag (8.00 Uhr) bekannt.

Kräftig gestiegene Preise für Energie und Lebensmittel trieben die Inflation nach vorläufigen Daten im Schnitt des Jahres 2022 auf 7,9 Prozent. Es war der höchste Stand seit Gründung der Bundesrepublik. Allerdings wurde die Berechnungsmethode im Laufe der Zeit geändert. Im Jahr 2021 hatten die Verbraucherpreise im Schnitt um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt.

Im Dezember schwächte sich die Inflation ab, auch weil der Staat einmalig die Kosten für die Abschlagszahlung von Gas- und Fernwärmekunden übernahm. Den vorläufigen Daten zufolge lagen die Verbraucherpreise im Dezember um 8,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im November hatte die Jahresteuerungsrate noch bei 10 Prozent gelegen, im Oktober war der Rekordstand von 10,4 Prozent erreicht worden.

Nach Einschätzung von Volkswirten dürfte der Preisauftrieb zu Beginn des laufenden Jahres nach dem Wegfall der Einmalentlastung zunächst wieder an Tempo gewinnen. Von März an könnte die Gas- und Strompreisbremse die Inflation dann erneut dämpfen. Eine insgesamt deutliche Entspannung bei den Verbraucherpreisen erwarten Ökonomen im laufenden Jahr nicht.