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Immobilien kaufen mit wenig Eigenkapital: Sechs Menschen erzählen, wie sie es geschafft haben

Für viele Menschen ein großer Traum: ein eigenes Haus besitzen.  - Copyright: GaryAlvis/Getty Images
Für viele Menschen ein großer Traum: ein eigenes Haus besitzen. - Copyright: GaryAlvis/Getty Images

Wenn es um den Kauf der ersten Immobilie geht, dann ist das Kapital oft eine der größten Hürden – insbesondere für Anleger, die wenig Ersparnisse haben. Abgesehen von der Anzahlung und den Abschlusskosten erfordert ein Wohnungs- oder Hauskauf eine Menge Geld.

Es ist jedoch möglich, mit wenig bis gar keinen Ersparnissen in den Immobilienmarkt einzusteigen. Das beweisen die folgenden Geschichten von sechs Immobilieninvestoren, die es geschafft haben.

Die erfolgreichen Investoren haben mit Business Insider gesprochen und über die kreativen Finanzierungsstrategien berichtet, die ihnen den Erfolg möglich machten.

Die 20-jährigen Studienabbrecher Caleb Hommel und Chuck Sotelo sammelten Kapital und strukturierten eine Verkäuferfinanzierung

Chuck Sotelo (links) und Caleb Hommel (rechts) begannen schon als Teenager in Immobilien zu investieren.  - Copyright: Chuck Sotelo und Caleb Hommel
Chuck Sotelo (links) und Caleb Hommel (rechts) begannen schon als Teenager in Immobilien zu investieren. - Copyright: Chuck Sotelo und Caleb Hommel

Für Hommel und Sotelo musste ihre erste Immobilie unbedingt drei Bedingungen erfüllen: Die jungen Investoren wollten ein Mehrfamilienhaus, mit Mietern, die sie übernehmen können, und einem Verkäufer, der für eine Verkäuferfinanzierung offen ist.

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Die dritte Bedingung war die wichtigste Bedingung für sie, denn sie hätten ohne eine Verkäuferfinanzierung keine Immobilie kaufen können.

Hommel und Sotelo, die sich am ersten Tag der Highschool kennenlernten, waren Teenager, als sie beschlossen, in Immobilien zu investieren. Außer ein paar Hundert Dollar hatten die beiden keine Ersparnisse und wussten nicht einmal, wie gut ihre Kreditwürdigkeit wirklich ist.

Damals besuchten sie noch das Junior College und arbeiteten nebenbei als Essenslieferanten. Mit diesem Geld meldeten sie sich für ein Mentorenprogramm an, der für Immobilieninvestoren angedacht war.

In Anbetracht ihres Alters und ihrer finanziellen Situation sei eine Verkäuferfinanzierung notwendig gewesen, so Sotelo im Gespräch mit Business Insider: "Wir arbeiteten für DoorDash und verdienten etwa 400 Dollar (370 Euro) im Monat. Keine Bank vergibt einen Kredit unter solchen Bedingungen."

Und so fanden die jungen Investoren drei Finanziers für ihre erste Immobilie. Jeder der drei Anleger gab 30.000 Dollar (28.000 Euro) für ein Anwesen mit zehn Wohneinheiten in Südtexas aus, das 900.000 Dollar (838.000 Euro) kostete.

"Die Beschaffung des Geldes war gar nicht so schwer, wie ich erwartet hatte", sagt Hommel, "wir haben uns einfach an jeden gewandt, unser Geschäft präsentiert und geschaut, ob sie interessiert waren." Es habe geholfen, dass sie so viel Arbeit in die Suche nach einer ausgezeichneten Immobilie gesteckt hätten. Er ergänzt: "Als wir erkannten, dass wir nur ein gutes Geschäft brauchten, wurde der Prozess viel einfacher."

Zeona McIntyre nahm ein privates Darlehen auf, anstatt sich an einen traditionellen Hypothekarkreditgeber zu wenden

McIntyre lebt und investiert in Boulder, Colorado, besitzt aber auch Immobilien in vier anderen Bundesstaaten. - Copyright: Zeona McIntyre
McIntyre lebt und investiert in Boulder, Colorado, besitzt aber auch Immobilien in vier anderen Bundesstaaten. - Copyright: Zeona McIntyre

Wie Hommel und Sotelo konnte sich die US-amerikanische Immobilieninvestorin Zeona McIntyre nicht für eine Hypothek qualifizieren, als sie anfing, sich Immobilien anzusehen.

Sie hatte weder einen regulären Job noch verfügte sie über nennenswerte Ersparnisse. Aber sie wollte eine Anlageimmobilie kaufen – und zwar eine 162.000 Dollar (150.000 Euro) teure Einzimmerwohnung in Boulder, USA.

Um die Wohnung zu kaufen, wandte McIntyre sich an einen ihrer früheren Vermieter, der ebenfalls Investor war und als privater Geldverleiher arbeitete, und bat um ein Darlehen.

"Ich übte meinen Pitch unter der Dusche, nahm meinen Mut zusammen und ging zu ihm, um mit ihm zu sprechen", sagt McIntyre. "Es war überraschend einfach. Ich muss ihn an einem guten Tag erwischt haben, an dem er genug Geld auf der Bank hatte. Er war sehr offen und bereit, mir zu helfen. Wir haben einen Privatkredit ausgearbeitet und er musste weder mein Einkommen noch sonst etwas überprüfen. Er wusste, dass ich in der Massagebranche tätig war und ich hatte dann das Gefühl, dass ich es mir leisten kann."

Sean Allen kaufte seine erste Immobilie zusammen mit einem Freund, um die die Anfangskosten durch Syndizierung zu teilen

Sean Allen besitzt Immobilien in North Carolina und Kalifornien. - Copyright: Sean Allen
Sean Allen besitzt Immobilien in North Carolina und Kalifornien. - Copyright: Sean Allen

Sean Allen begann mit 8000 Dollar (7400 Euro) an Ersparnissen. Das reichte nicht aus, um allein ein Haus zu kaufen, also schloss er sich mit einem Freund zusammen, um seine erste Immobilie zu erwerben.

Zusammen hatten sie etwa 16.000 Dollar (14.800 Euro) in bar, sagt Allen. Sie hätten gerechnet und seien zu dem Schluss gekommen, dass sie sich etwas im Wert von 60.000 Dollar (56.000 Euro) leisten könnten. Bei diesem Kaufpreis konnten sie 20 Prozent anzahlen (12.000 Dollar oder 11.100 Euro) und hätten dann noch 4000 Dollar (3700 Euro) übrig, um die Abschlusskosten zu bezahlen.

Beide lebten zu der Zeit in Südkalifornien und dachten sich, dass sie auf dem dortigen Markt wahrscheinlich keine Immobilie für 60.000 Dollar (55.800 Euro) finden würden. Also fingen sie an, in Greensboro, North Carolina, zu suchen, wo Allen zum College ging.

Sie flogen nach Greensboro, um sich mit einem Immobilienmakler zu treffen, sahen sich Immobilien an und fanden eine, die sie sich leisten konnten.

Allen und sein Partner leisteten eine Anzahlung von 20 Prozent und führten ein paar kleinere Renovierungsarbeiten durch. Nachdem sie Mieter gefunden hatten, begannen sie, eine Miete von 220 Dollar (204 Euro) pro Monat einzunehmen.

Natia und Jervais Seegars nutzten einen Zuschuss, um ein Haus zu kaufen

Natia und Jervais Seegars sind dank ihres Immobilienportfolios, das aus Immobilien in North Carolina, Kalifornien und Georgia besteht, finanziell unabhängig. - Copyright: Jim Resonable Photography
Natia und Jervais Seegars sind dank ihres Immobilienportfolios, das aus Immobilien in North Carolina, Kalifornien und Georgia besteht, finanziell unabhängig. - Copyright: Jim Resonable Photography

Natia und Jervais Seegars erhielten viele Absagen von Kreditgebern, bevor sie sich ihr erstes Haus leisten konnten. Nach drei Jahren, in denen sie ihre Schulden abbauten und ihre Kreditwürdigkeit verbesserten, konnten sie endlich eine Hypothek aufnehmen.

Den Kaufvertrag für ihre erste Immobilie, ein Haus in ihrem Bundesstaat North Carolina, schloss das Paar im September 2006 ab. Die Seegars zahlten für ein Anwesen in Wert von 191.000 Dollar (177.600 Euro) nur 2000 Dollar (1860 Euro) an.

Das lag zum Teil daran, dass sie es mit einem FHA-Darlehen finanzierten. Diese staatlich geförderte Hypothek der Bundeswohnungsbaubehörde (Federal Housing Administration) ermöglicht es den US-Bürgern, ein Haus mit einer Anzahlung von nur 3,5 Prozent zu kaufen.

Eine Anzahlung von 3,5 Prozent für ein Haus im Wert von 191.000 Dollar (177.600 Euro) hätte sich jedoch auf etwa 5700 Dollar (6200 Euro) belaufen – und diese Summe beinhaltet noch keine Abschlusskosten, die in der Regel zwei bis fünf Prozent der Darlehenskosten ausmachen.

Doch das Paar qualifizierte sich damals für einen Zuschuss für Hauskäufer mit niedrigem oder mittlerem Einkommen: das Genesis-Programm. Das Programm für die Unterstützung der Familien, die FHA-Darlehen in Anspruch nehmen und finanzielle Hilfe bei der Anzahlung brauchen, machte es für die Seegars möglich, mit nur 2000 Dollar (1860 Euro) aus der eigenen Tasche den Kauf abzuschließen.

Dieser Artikel wurde von Amin Al Magrebi aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.