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Ikea macht in Coronakrise weniger Umsatz – Online-Verkäufe steigen

·Lesedauer: 1 Min.

Weil in der Pandemie viele Möbelhäuser schließen mussten, gingen die Erlöse des Konzerns zurück. Ikea will daher die Digitalisierung weiter vorantreiben.

Der Möbelriese Ikea hat in der Coronakrise einen milliardenschweren Umsatzverlust erlitten, gleichzeitig aber seine Online-Verkäufe gesteigert. Die Gesamterlöse gingen im Geschäftsjahr 2020 (30. August) um rund 1,5 Milliarden auf 35,2 Milliarden Euro zurück, wie die Ikea-Einzelhandelsorganisation Ingka am Dienstag berichtete.

Man habe wegen der Pandemie zwischenzeitlich 75 Prozent der Möbelhäuser schließen müssen, führte Ingka-Chef Jesper Brodin aus. Die Besucherzahl ging trotz 26 neu eröffneter Shops um 133 Millionen auf 706 Millionen Menschen zurück. Gleichzeitig zählte die Website Ikea.com 3,6 Milliarden Besuche, rund eine Milliarde mehr als im Vorjahr. Der Online-Umsatz steigerte sich um 60 Prozent und machte nun 18 Prozent der Gesamterlöse aus. Vor einem Jahr hatte die Quote erst 11 Prozent betragen.

Brodin kündigte weitere Schritte zur Digitalisierung und besseren Nachhaltigkeit des Ikea-Einzelhandelsgeschäfts an. Noch nie sei das Zuhause so wichtig gewesen wie in dieser Zeit. In den vergangenen Monaten hat das Unternehmen besonders viele Artikel für Homeoffice und Kochen verkauft.

Die Ingka-Group ist weltweit der mit Abstand größte Betreiber von Ikea-Möbelhäusern, aber nicht der einzige. Sämtliche zwölf Franchise-Nehmer haben im Geschäftsjahr 2020 zusammen 39,6 Milliarden Euro umgesetzt, wie der Lizenzgeber Inter Ikea Systems bekannt gab. Im Jahr zuvor waren es 41,3 Milliarden Euro.