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IHK-Umfrage: Maritime Wirtschaft blickt positiver in die Zukunft

HAMBURG (dpa-AFX) -Die maritime Wirtschaft in Norddeutschland blickt zuversichtlicher in die Zukunft, äußert aber zugleich Sorge um die Rahmenbedingungen. Wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord am Dienstag mitteilte, verzeichneten die drei Teilbranchen Schifffahrt, Hafenwirtschaft und Schiffbau im Vergleich zum Herbst 2023 zum Teil kräftige Zuwächse beim Geschäftsklimaindex. Sorgen bereiten den Unternehmen allerdings die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Arbeitskosten, die Entwicklungen der Energiepreise sowie weiterhin der Fachkräftemangel.

Am deutlichsten zulegen konnte das Konjunkturbarometer im Schiffbau. Er stieg im Vergleich zum Herbst um knapp 62 Punkte auf 117 Punkte. Maximal können 200 Punkte erreicht werden. Etwa 28 Prozent der befragten Unternehmen der Branche schätzten die Entwicklung der Geschäftslage günstiger, 66 Prozent gleichbleibend und nur rund 6 Prozent ungünstiger ein. Wirtschaftliche Risiken sehen die Werften bei der Gewinnung von Fachkräften (gut 94 Prozent), der Entwicklung der Arbeitskosten (knapp 73 Prozent), der Entwicklung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (etwa 81 Prozent) sowie den Energie- und Rohstoffpreisen (gut 42 Prozent).

Bei der Hafenwirtschaft legt der Geschäftsklimaindex um 9 auf etwa 102 Punkte zu. Hier schätzen rund 94 Prozent ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder zumindest befriedigend ein. Allerdings sehen mehr als 59 Prozent Risiken hinsichtlich der Entwicklung der Arbeitskosten und jeder zweite Betrieb klagt über den anhaltenden Fachkräftemangel und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Auch in der Schifffahrt haben sich die Konjunkturaussichten verbessert. Der Geschäftsklimaindex verzeichnet ein Plus von rund 36 Punkten und springt damit auf knapp 104 Punkte. Mehr als drei Viertel der befragten Reeder erwarten eine günstigere oder zumindest gleichbleibende Entwicklung der Geschäftslage. Mit rund 85 Prozent bereiten der Branche die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen große Sorge. So tragen den Angaben zufolge etwa die Angriffe der Huthi-Miliz auf Schiffe im Roten Meer zur Verunsicherung bei. Weitere Risiken sehen die Unternehmen bei der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise (rund 63 Prozent) sowie bei den Arbeitskosten (gut 57 Prozent) und dem Fachkräftemangel (knapp 51 Prozent).

Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss der 133 norddeutschen Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.