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IG Metall: Arbeitgeber müssen mehr gegen Fachkräftemangel machen

HAMBURG (dpa-AFX) -Die IG Metall Küste hat die Unternehmen angesichts des viel beklagten Fachkräftemangels zu deutlich mehr Engagement aufgefordert. "Als allererstes ist in die Ausbildung zu investieren und die jungen Menschen sind fit zu machen für die Zukunft", sagte Bezirksleiter Daniel Friedrich der Deutschen Presse-Agentur. Dann müsse ihnen nach der Ausbildung durch eine unbefristete Übernahme eine Perspektive geboten werden. Daneben müsse die Vereinbarkeit von Familie und Beruf deutlich verbessert und die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland in den Blick genommen werden.

Jene Unternehmen wiederum, die ausbildeten und sich kümmerten, müssten ähnlich wie in der Baubranche über eine solidarische Umlagefinanzierung unterstützt werden. "Viele Arbeitgeber sind ja auch verärgert. Die investieren viel in Ausbildung, kümmern sich darum, dass Bewerber am Ende des Tages ihre Ausbildung schaffen", sagte Friedrich. Und kaum sei die Ausbildung abgeschlossen, komme irgendeiner von nebenan, der nicht ausbilde, und werbe den Beschäftigten ab.

Friedrich hält den Fachkräftemangel in den Betrieben für "maßgeblich hausgemacht". Seit Jahren gebe es immer weniger Ausbildungsplätze, oder vorhandene Plätze würden nicht besetzt. Das Argument der Arbeitgeber, es gebe nicht genügend qualifizierte Bewerber, lässt Friedrich nicht gelten. Der Gewerkschaftsboss ist überzeugt: "Man muss mehr in die jungen Leute investieren, dann funktioniert das auch." Kritisch sieht er auch, dass in den großen Firmen der Metallindustrie kaum noch Schülerpraktika angeboten würden. "Wo soll denn die Begeisterung für einen gewerblichen Arbeitsplatz dann herkommen?"

Zusätzliche Fachkräfte, insbesondere Frauen, ließen sich aber auch finden, wenn die Industrie attraktiver würde und flexible Arbeitszeitmodelle etwa auch im gewerblichen und nicht nur im Verwaltungsbereich anböte. Dazu zählten auch gute Tarifverträge und Weiterbildungsmöglichkeiten. Da all dies zusammen selbst bei optimaler Umsetzung immer noch nicht reichen würde - täglich 5000 neuen Rentnern stünden nur 2000 Geburten gegenüber - setzt Friedrich auch auf die Zuwanderung. "Wir brauchen auch Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen und als Arbeitskräfte eine Perspektive bekommen - aber eben nicht als Gastarbeiter, sondern als Menschen, die eingeladen sind, hier eine neue Heimat zu finden."