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Homeoffice im Finanzsektor - Deutschland hinter USA: Ranking

(Bloomberg) -- Die Homeoffice-Nutzung bei Finanzdienstleistern hat sich gegen Ende der Corona-Krise in den weltweiten Banking-Zentren stark unterschieden. In den USA und Großbritannien waren die Mitarbeiter häufiger von daheim tätig als in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer Studie des Ifo-Instituts, welche Bloomberg News vorliegt.

Demnach waren in Deutschland die Mitarbeiter in der Banken-, Versicherungs- und Finanzbranche im Durchschnitt an 2,4 Tagen in der Woche daheim tätig, verglichen mit 3,3 Tagen in den USA und 3,4 Tagen in Großbritannien.

Die Daten wurden in zwei Phasen Mitte 2021 und Anfang 2022 erhoben. Danach wurden Durchschnittswerte aus beiden Zeiträumen gebildet. Grundlage für die Studie sind Befragungen, die das Info-Institut mit seinen Partnern in rund zwei Dutzend Ländern durchgeführt hat.

Vieles deutet allerdings darauf hin, dass zumindest in den USA die Zügel nun langsam angezogen werden. Große Banken wie Goldman Sachs Group Inc. and Morgan Stanley haben ihre Mitarbeiter zuletzt daran erinnert, dass eine überwiegende Rückkehr in die Büros erwünscht sei.

In Europa hingegen bleiben viele Banken dabei, dass die Arbeit aus dem Homeoffice weiter für einem großen Teil der Woche erlaubt bleibt. Das zeigte eine Umfrage von Bloomberg in diesem Monat. Deutschland bildet da keine Ausnahme. Helaba und DekaBank sind nur zwei der Institute, die langfristige Regelungen zum Homeoffice getroffen haben.

Helaba-Vorstandschef Thomas Groß betonte erst in dieser Woche, dass er eine Kombination aus Homeoffice und Anwesenheit in der Bank für wichtig halte, auch um attraktiver für Mitarbeiter zu sein. Die Landesbank strebt langfristig im Schnitt eine Quote von jeweils 50% an.

(Neu: Helaba-Einschätzung im letzten Absatz)

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