Werbung
Deutsche Märkte öffnen in 1 Stunde 9 Minute
  • Nikkei 225

    39.162,04
    -361,51 (-0,91%)
     
  • Dow Jones 30

    37.983,24
    -475,86 (-1,24%)
     
  • Bitcoin EUR

    61.308,47
    +952,76 (+1,58%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Nasdaq Compositive

    16.175,09
    -267,11 (-1,62%)
     
  • S&P 500

    5.123,41
    -75,65 (-1,46%)
     

Homeoffice boomt in London - auch wenn Arbeitgeber grummeln

(Bloomberg) -- Trotz gegenteiliger Präferenz vieler Unternehmen bevorzugen in London die meisten Beschäftigten die Arbeit von Daheim. Derzeit sind sie im Mittel weniger als die Hälfte der Woche im Büro, wie eine Studie des Analysehauses Centre for Cities zeigt.

Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:

In April lag die durchschnittliche Anwesenheit am Büroarbeitsplatz in der britischen Hauptstadt bei 2,3 Tagen pro Woche. Vor der Pandemie waren es 3,9 Tage. Besonders ältere Arbeitnehmer sind bevorzugt im Homeoffice tätig. Der Trend gehe, so die Experten, zulasten der Förderung junger Mitarbeiter und drohe die Innenstadt zu schädigen.

WERBUNG

Umfragen zufolge würden viele Arbeitgeber ihre Mitarbeiter lieber wieder im Büro sehen, was Bedenken hinsichtlich der Produktivität der Heimarbeiter signalisiert. Dass der Trend dem entgegenläuft, unterstreicht die äußerst angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt, die die Position der Beschäftigten stärkt.

Verkehrsdaten zufolge ist die Rückkehr der Arbeitnehmer in die Büros, die mit dem Ende der Corona-Pandemie einherging, in diesem Jahr zum Stillstand gekommen. Die Fahrgastzahlen der U-Bahn-Stationen im Zentrum Londons liegen bei 70% des Niveaus vom Februar 2020. Bei Beschäftigten über 30 Jahren lag der Schnitt mit 2,5 Tagen pro Woche im Homeoffice höher als bei jüngeren mit nur 2,1 Tagen.

Andrew Carter, Chef des Centre for Cities, betont die längerfristigen drohenden Kosten eines geringeren Kreativitätsniveaus und weniger Lernens am Arbeitsplatz. Dies sei insbesondere für jüngere Arbeitnehmer nachteilig.

“Londons Stadtzentrum ist in den letzten hundert Jahren eine enorme Erfolgsgeschichte gewesen”, merkte er des weiteren an. “Wenn sich nicht etwas Grundlegendes in der Art und Weise ändert, wie die Menschen Ideen entwickeln und austauschen, dürfte die Zukunft allenfalls eine abgeschwächte Version der Vergangenheit sein.”

Um mehr Arbeitnehmer zur Rückkehr zu bewegen, fordert das Analysehaus die Behörden auf, sich für eine Mindestanzahl von Bürotagen einzusetzen. Zudem wären nach ihrer Ansicht Ermäßigungen bei den Nahverkehrspreisen zu Stoßzeiten am Freitag förderlich.

Überschrift des Artikels im Original:London Staff Are Working Less Than Half the Week in the Office

©2023 Bloomberg L.P.