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Hoffnung für 46 Jahre alte Weltraum-Sonde: Voyager 1 erweckte nach einem „Stupser“ der Nasa kurzzeitig wieder zum Leben

Die Probleme mit der Voyager 1 scheinen mit einem der Bordcomputer zutun zu haben. - Copyright: NASA
Die Probleme mit der Voyager 1 scheinen mit einem der Bordcomputer zutun zu haben. - Copyright: NASA

Die Weltraumsonde Voyager 1 hat in hohem Alter begonnen, zu improvisieren. Und das macht es sehr schwierig, zu verstehen, was sie mitteilen will.

Seit November sendet die Sonde einen ständigen Strom von Kauderwelsch zurück. Das beunruhigt die Wissenschaftler, die versuchen, die letzten Informationsfetzen der 46 Jahre alten Sonde zu erfassen.

Unbeirrt arbeiten die Entwickler der Nasa daran, die Daten zu retten. Ein am 3. März an die internen Systeme von Voyager 1 gesandter "Stupser" bewahrte die Sonde möglicherweise vor dem Untergang, wie die Nasa am Mittwoch mitteilte.

Die Nasa-Entwickler entdeckten einen ungewöhnlichen Datensatz in dem Signal, das als Antwort auf ihre Aufforderung zurückgeschickt wurde. Dies könnte der Schlüssel zur Entschlüsselung des kryptischen Signals der Raumsonde sein, so die Weltraumbehörde.

  - Copyright: NASA/JPL
- Copyright: NASA/JPL

Die Sonden Voyager 1 und 2 gelten als Wunderwerke der Technik

Die Sonden Voyager 1 und 2 liefern seit ihrem Launch in den späten 70er Jahren Daten über unser Universum.

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Sie sind nach wie vor Wunderwerke der Technik. Niemand hatte erwartet, dass sie länger als fünf Jahre überleben würden. Aber sie sendeten weiterhin Informationen über den Kosmos und überschritten ihre Lebenszeit um mehr als das Neunfache.

Heute nehmen Voyager 1 und 2 eine einzigartige Stellung in der Geschichte der Weltraumforschung ein, da sie die einzigen Raumfahrzeuge sind, die sich in den interstellaren Raum vorgewagt haben. Sie sind mehr als 16 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und entfernen sich jeden Tag weiter.

Während ihre Instrumente das Gewicht ihres Alters zu spüren bekommen, ist es der Nasa gelungen, mit raffinierten technischen Tricks weiterhin Informationen aus der Sonde herauszuquetschen.

Dieser Ansatz ermöglichte einen noch nie dagewesenen Einblick in die Vorgänge jenseits der Sonne.

"Das Wichtigste ist, diese Raumsonden so lange wie möglich in Betrieb zu halten", erklärte Suzanne Dodd, Nasa-Projektleiterin für Voyager, kürzlich Business Insider.

Es ist nicht das erste Problem mit der Voyager 1

Die Panne bei den Daten von Voyager 1 ist nicht unerwartet. Es ist nur das jüngste in einer Reihe von Problemen mit den Systemen der Sonden, mit denen sich die Nasa auseinandersetzen musste. Experten befürchten, dass die wiederholten Fehlfunktionen ein Anzeichen dafür sind, dass die Lebensdauer der Sonden langsam zu Ende geht.

Die Nasa scheint jedoch eine Lösung gefunden zu haben. Die Entwickler wussten, dass das Problem bei Voyager 1 in einem der drei Bordcomputer zu liegen schien – dem Flugdaten-Subsystem (FDS). Diese fassen die Daten der Sonde zusammen, bevor sie zur Erde gesendet werden.

Der Ping vom 3. März an das FDS lieferte ein größtenteils verworrenes Signal. Es enthielt jedoch einige Daten, die sich "von dem übrigen, nicht lesbaren Datenstrom des Computers unterschieden."

Ein Nasa-Entwickler entschlüsselte mit seinem Deep Space Network dieses wertvolle Signal und konnte damit den Speicher des FDS auslesen. Er enthält Anweisungen und Variablen, die die Entwickler nutzen können, um zu verstehen, was schiefgelaufen ist.

Das heißt aber nicht, dass alles gerettet ist.

"Das Team analysiert die Auslesung. Es wird einige Zeit dauern, diese Informationen zu nutzen, um eine mögliche Lösung zu finden und zu versuchen, sie in die Tat umzusetzen", sagte die Nasa.

Unabhängig davon, was passiert, werden die letzten Missionen der Sonden fortgesetzt.

Selbst wenn sie nicht mehr mit der Erde kommunizieren können, werden Voyager 1 und 2 weiterhin durch die Galaxie driften und goldene Aufzeichnungen mit Informationen über die Menschheit mit sich führen.

Man hofft, dass diese als interstellare Botschaften für mögliches intelligentes Leben dienen könnten.

Lest den Originalartikel auf Business Insider