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„Heimliche Entlassungen“ bei PwC: So sollten Mitarbeitende ihren Ausstieg bekannt geben

PwC hat den Mitarbeitern genau gesagt, wie sie sich von ihren Kollegen verabschieden sollen. - Copyright: Leon Neal/Getty Images
PwC hat den Mitarbeitern genau gesagt, wie sie sich von ihren Kollegen verabschieden sollen. - Copyright: Leon Neal/Getty Images

Der Wirtschaftsprüfungs-Riese PwC hat in den vergangenen Wochen Mitarbeitende in Großbritannien heimliche Abfindungspakete angeboten. Daraufhin haben die Betroffenen genaue Anweisungen erhalten, wie sie ihren Ausstieg kommunizieren sollten, berichtet die „Financial Times“.

Der FT liegt ein Schreiben vor, in dem Mitarbeitenden angewiesen wurden, nicht über die Umstände ihres Ausscheidens zu sprechen. Das Programm war intern nicht verkündet worden. Mitarbeiter, denen das Freiwilligenprogramm angeboten wurde, seien individuell benachrichtigt worden.

In dem Brief wies PwC die betroffenen Beschäftigten an, dass sie zwar einer „bestimmten Gruppe“ von Mitarbeitenden eine Abschiedsnachricht senden dürften. Allerdings dürften sie darin weder die freiwillige Abfindung noch auf andere Weise die Umstände ihres Abgangs erwähnen. Die Nachricht dürfe nicht "abwertend" sein.

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PwC teilte den Mitarbeitern zwar mit, dass ihre Abschiedsnachrichten individuell gestaltet werden könnten – dennoch schlug man ihnen einen Wortlaut vor:

Der Inhalt Ihrer Mitteilungen sollte diesem Ansatz folgen: Nach den jüngsten Gesprächen mit meinem [Relationship Leader] habe ich die Entscheidung getroffen, PwC zu verlassen. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber ich freue mich auf die Zukunft und die neuen Möglichkeiten, die sich mir bieten. Ich habe meine Zeit bei PwC und die Möglichkeit, mit so talentierten Kollegen zusammenzuarbeiten, sehr genossen.

PwC reagierte nicht sofort auf eine Anfrage von Business Insider, die außerhalb der Geschäftszeiten gestellt wurde.

Obwohl mehreren britischen Niederlassungen das Freiwilligenprogramm angeboten wurde, wurde es nicht offiziell im gesamten Unternehmen bekannt gegeben. Es war nicht sofort klar, wie viele Mitarbeitende in den britischen Niederlassungen das Angebot angenommen haben.

PwC hat bereits im vergangenen Jahr hunderte Stellen gestrichen

Die sogenannten Big Four der Wirtschaftsprüfung- und beratung – EY, Deloitte, PWC und KPMG – haben bereits im vergangenen Jahr Hunderte Stellen gestrichen, da die nachlassende Kundenaktivität die professionellen Dienstleister zwingt, ihren Personalbedarf zu überdenken.

Im November berichtete die FT, dass PwC plante, bis zu 600 Stellen im Vereinigten Königreich zu streichen. Und McKinsey kündigte vergangenes Jahr an, weltweit 1400 Stellen zu streichen.

Accenture bot Neueinsteigern nach dem Studium bis zu 25.000 Dollar (umgerechnet rund 23.250 Euro) an, um ihren Starttermin nach hinten zu verschieben. Andere Beratungsunternehmen haben die Einstiegstermine um acht bis elf Monate nach hinten verschoben, sagte Beth Hendler-Grunt, die Präsidentin von Next Great Step, einem Karriereberatungsdienst für Hochschulabsolventen, Anfang des Monats zu BI.

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