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Habeck will AKWs nach Wiederanfahren nicht vorzeitig stoppen

BERLIN (dpa-AFX) - Wirtschaftsminister Robert Habeck will die beiden süddeutschen Atomkraftwerke im Fall einer Inanspruchnahme als Reservekraftwerke weiterlaufen lassen und erst Mitte April abschalten. "Wenn die Entscheidung getroffen wird, die Atomkraftwerke werden gebraucht, dann werden sie gebraucht", sagte der Grünen-Politiker am Montag in Berlin. Dann liefen sie so lange, bis die Brennelemente verbraucht seien oder bis das Enddatum erreicht sei. Das Wiederanfahren werde ungefähr eine Woche dauern.

Habeck äußerte sich auch dazu, warum er keine Überführung in die Netzreserve für das Atomkraftwerk Emsland des Betreibers RWE <DE0007037129> will. Dieses Atomkraftwerk könne zwar einen gewissen Beitrag leisten. "Aber dieser Beitrag ist gemessen an den beiden süddeutschen Kraftwerken zu gering."

Der Vorsitzende des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz, Stefan Kapferer, erklärte für die vier Übertragungsnetzbetreiber, dass man im Hinblick auf die Netzsicherheit ein Bündel von Maßnahmen vorgeschlagen habe. "Wir haben vorgeschlagen, alle drei Atomkraftwerke weiterlaufen zu lassen, aber der Minister hat richtig dargestellt, dass die Funktion der beiden süddeutschen Kraftwerke eine deutlich andere ist als des Kraftwerks in Lingen." Auch die Netzbetreiber sähen das so. "Und deswegen ist das eine politische Entscheidung, wie man mit der Erkenntnis der unterschiedlichen Funktion der beiden im Süden im Vergleich zu Lingen umgeht."

Der Energiekonzern RWE wollte sich am Abend zunächst nicht zu den Plänen Habecks äußern. Zunächst wolle man sich die Unterlagen genau ansehen, sagte ein Sprecher in Essen.