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Habeck fordert mehr Geld für benachteiligte Schüler

·Lesedauer: 2 Min.
Der Bund müsse Wege finden, in der Bildungspolitik mit den Ländern zusammenzuarbeiten, fordert Grünen-Chef Robert Habeck.
Der Bund müsse Wege finden, in der Bildungspolitik mit den Ländern zusammenzuarbeiten, fordert Grünen-Chef Robert Habeck.

Corona habe Kinder aus ärmeren Familien zurückgeworfen, sagt der Grünen-Chef. Mangelnde Bildung räche sich später dramatisch. Habeck nimmt auch den Bund in die Pflicht.

Berlin (dpa) - Grünen-Bundeschef Robert Habeck fordert grundlegend mehr Geld zur Förderung benachteiligter Schülerinnen und Schüler und dazu auch mehr Engagement vom Bund.

«Bildung, die Schülerinnen und Schüler nicht erreicht, rächt sich später auf dramatische Art», sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Das haben wir jetzt gesehen: Das Corona-Schuljahr hat Kinder aus ärmeren Familien in ihren Entwicklungsmöglichkeiten und damit in ihren Chancen für die Zukunft stark zurückgeworfen.»

Aus seiner Sicht gebe es eine Aufgabe des Bundes, sich um Bildung zu kümmern, denn der Bund sei für die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse verantwortlich. «Hier muss der Bund Wege finden, verstärkt mit den Ländern zusammenzuarbeiten», sagte Habeck mit Blick auf die Bundesländer, die laut Grundgesetz primär für Bildungsfragen zuständig sind.

«Eine Änderung des Grundgesetzes dafür wäre zwar gut, aber aller Erfahrung nach ist das kompliziert und dauert lange.» Man könne auch etwa über das Sozialrecht (Sozialgesetzbücher) Schüler aus bestimmten sozialen Schichten dauerhaft stärker unterstützen.

Das schwarz-rote Bundeskabinett hatte am Mittwoch ein «Aktionsprogramm Aufholen» auf den Weg gebracht, das Folgen der Corona-Maßnahmen für Kinder und Jugendliche abmildern soll. Eine Milliarde Euro ist für Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler gedacht, die Lernrückstände aufholen müssen. Eine weitere Milliarde Euro soll in soziale Maßnahmen investiert werden, um auch die psychischen Krisenfolgen für Kinder und Jugendliche abzufedern.

Habeck meinte dazu, dies sei ein erster Schritt in die richtige Richtung. «Aber es darf eben keine einmalige Leistung bleiben. Daraus muss eine Debatte über systematische Förderung werden.»

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