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Ich habe mein Studium abgebrochen, heute bin ich Unternehmer – das sind meine drei wichtigsten Tipps zum Erfolg

Jason Modemann hat die Marketing-Agentur Mawave co-gegründet. Die hat mittlerweile über 100 Mitarbeiter. - Copyright: Mawave
Jason Modemann hat die Marketing-Agentur Mawave co-gegründet. Die hat mittlerweile über 100 Mitarbeiter. - Copyright: Mawave

Jason Modemann ist Gründer und CEO von Mawave, einer Agentur für Social Media Marketing. Die Financial Times zählte sie 2024 zu den 100 schnellstwachsenden Unternehmen Europas. Bei Business Insider schreibt Modemann über seinen Alltag als 26-jähriger Unternehmer und verrät Tipps, die ihr unabhängig von Branche und Karriereweg nutzen könnt.

Ohne Abschluss haben ich etwas auf die Beine gestellt, das mir den Lebensunterhalt sichert. Trotz des Erfolgs, habe ich mich selbst lange eher selbstkritisch gesehen und Misserfolge, wie den Studienabbruch, betont. Außenstehende hingegen erkannten die Hürden, die ich überwunden und die Erfolge, die ich erzielt habe.

Dieser Perspektivwechsel hat mir gezeigt, dass es für andere durchaus wertvoll sein kann, meine Erfahrungen und Learnings aus meinem Studienabbruch zu teilen:

Ein Abbruch ist keine persönliche Bankrotterklärung

Eines meiner wichtigsten Learnings aus dem Studienabbruch war, dass Scheitern nicht das Ende bedeutet. Egal ob es das Studium, der Job, die Beziehung oder Freundschaften sind – es ist okay, etwas zu beenden, wenn es nicht mehr zu dir und deinem Lebensweg passt.

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Ein (Studien-)Abbruch ist keine Schande, sondern kann der erste Schritt in eine neue, erfolgreiche Richtung sein. Gerade in Deutschland ist die Fehlerkultur noch nicht sehr ausgeprägt. Während eine Insolvenz hier beispielsweise oft kritisch betrachtet wird, ist in den USA die Risikobereitschaft viel höher und dadurch der soziale Druck bei Misserfolgen geringer.

Diese Angst vor dem Scheitern oder vor Fehlern sollte niemanden davon abhalten, sich an etwas Großes oder Neues heranzutrauen und neue Wege zu gehen – auch wenn sie unkonventionell erscheinen. Denn ich bin überzeugt, dass man lieber einmal scheitern und daraus lernen sollte, anstatt es gar nicht erst zu versuchen.

Be bold und mach dich nicht klein

Als ich die Uni abgebrochen und mich mit knapp 20 Jahren selbstständig gemacht habe, ist mir bewusst geworden: Um persönlich und beruflich zu wachsen, muss ich meine eigene Komfortzone verlassen.

Seitdem fordere ich mich selbst regelmäßig heraus, um nicht stehenzubleiben – sei es mit einem Speaking auf einer großen Bühne oder einer unkonventionellen Idee, die ich umsetze.

Auch von meinen Mitarbeitenden erwarte ich, dass sie ihre Grenzen durchbrechen und Dinge tun, die sie sich auf den ersten Blick nicht zutrauen. Denn nur wer bereit ist, Risiken einzugehen und sich neuen Aufgaben zu stellen, kann wirklich über sich hinauswachsen.

Wissen ist wichtig, Erfahrung noch wichtiger

Gerade beim Einstieg in die Marketingbranche war ich oft in Situationen, in denen ich etwas nicht wusste – ich habe ursprünglich Innenarchitektur studiert. Aber auch heute, sechs Jahre Berufserfahrung später, erlebe ich das immer wieder.

Wichtig ist der Umgang mit Nichtwissen: Wenn man für ein Thema brennt, findet man heutzutage so viele aktuelle und zukunftsorientierte Informationen online oder im eigenen Netzwerk – man muss sich nur selbst hineinhängen. In der Uni bekommt man vieles davon vielleicht auf dem Silbertablett serviert; auf den Wahnsinn der Praxis kann dich allerdings kein Studium der Welt vorbereiten. Diese Expertise kommt über die Erfahrung.

Unsere besten und eigenverantwortlichsten Mitarbeitenden sind nicht zwangsläufig die mit der besten Abschlussnote oder einem passenden Studium. Vielmehr sind es diejenigen, die mit Fleiß, Disziplin, Freude sowie Begeisterung ihren Job machen. Man muss also nicht den klassischen Weg gehen, den die Gesellschaft erwartet, und man muss nicht studieren, nur weil man Abitur gemacht hat. Es geht darum, die Chancen zu nutzen, die sich bieten, mutig sein und auch mal unkonventionelle Wege zu gehen. Letztlich zählt, was man erreicht und wie man wächst – und nicht, welcher Abschluss an der Wand hängt.