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„Ich habe mir überhaupt nichts vorzuwerfen“: Lars Windhorst über den Rettungsversuch seiner Werften

Lars Windhorst, Investor, spricht während einer Pressekonferenz zur Lage seiner Werften Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) und Nobiskrug.  - Copyright: picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt
Lars Windhorst, Investor, spricht während einer Pressekonferenz zur Lage seiner Werften Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) und Nobiskrug. - Copyright: picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt

Auf einer Medienveranstaltung in Flensburg äußerte sich Lars Windhorst zu neuen Plänen für seine Werften, berichtet die FAZ. Dabei plane Windhorst, seine Werften unter neuer Geschäftsführung zu einer erfolgreichen Wende zu führen. Er selbst würde sich allerdings aus dem operativen Geschäft zurückziehen.

Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) und der Yachtbauer Nobiskrug, standen seit über einem Jahr ständig am Rande der Insolvenz. Zuletzt sollen 550 Mitarbeiter fast beschäftigungslos gewesen sein, da aufgrund fehlender Materialien die letzten Aufträge nicht bearbeitet werden konnten, wie die Tageszeitung berichtet.

Windhorst will Werften nicht verkaufen

„Ich habe mir überhaupt nichts vorzuwerfen“, soll Windhorst am Mittwoch gesagt haben. Dabei habe er angeblich mehrere Hundert Millionen Euro investiert und nach der Übernahme der beiden Werften im Jahr 2019 sogar selbst eine Fähre in Auftrag gegeben, obwohl er gar keine brauche.

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Es sei für ihn außerdem nicht realistisch, die Werften zu verkaufen. Innerhalb seiner Tennor-Gruppe seien die größten Zuwendungen an die Werft in Flensburg gegangen. Dabei betonte er, dass er auch gar nicht verkaufen wolle: "Wir sind ja nicht im Kommunismus", soll er gesagt haben.

Zur finanziellen Stabilität seiner Unternehmungen erklärte Windhorst, dass die Tennor-Gruppe während der Niedrigzinsphase erhebliche Summen geliehen habe. Seit 2018 sei jedoch 80 Prozent dieses Schuldenbergs abgebaut worden, und er sei zuversichtlich, den verbleibenden Rest auch tilgen zu können. Über seine Investition in den Fußballbundesligisten Hertha BSC sagte Windhorst: „Das war ein großer Fehler“, betonte jedoch, dass er nicht für den sportlichen Misserfolg des Vereins verantwortlich sei.

Haftbefehl gegen Windhorst aufgehoben

Ob die von ihm einberufenen Medienveranstaltung überhaupt stattfinden würde, war zunächst allerdings unklar, da ein Haftbefehl gegen Windhorst vorlag. Dieser stand jedoch nicht im Zusammenhang mit seinen Werften. Hintergrund war ein Insolvenzverfahren, um das Ihme-Zentrum in Hannover, an dem Windhorst mit der Gesellschaft Projekt Ihme-Zentrum (PIZ) Anteile erworben hatte.

Der Haftbefehl wurde allerdings außer Vollzug gesetzt. Das teilte eine Sprecherin des zuständigen Amtsgerichts Hannover am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Hintergrund sei, dass sich Windhorst mit dem Gericht auf einen Termin verständigt habe.

HER