Deutsche Märkte geschlossen
  • Nikkei 225

    30.183,96
    -56,10 (-0,19%)
     
  • Dow Jones 30

    34.299,99
    -569,38 (-1,63%)
     
  • BTC-EUR

    35.683,35
    -1.373,16 (-3,71%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.025,14
    -32,00 (-3,03%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.546,68
    -423,29 (-2,83%)
     
  • S&P 500

    4.352,65
    -90,46 (-2,04%)
     

Ich habe fünf Jahre lang Millionäre genau beobachtet und weiß, wie viel Geld ihr braucht um wohlhabend zu werden

·Lesedauer: 3 Min.

John D. Rockefeller Sr. war einst der reichste Mann der Welt. Die letzten 40 Jahre seines Lebens verbrachte er damit, sein Geld an die Familie und verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen zu verschenken. Er besaß zwei Häuser, eines in Sleepy Hollow, New York und eines in Ormond Beach, Florida. Sein Haus in Sleepy Hollow, bekannt als das Kykuit Rockefeller Estate, war sehr groß und sehr teuer im Unterhalt.

Da er den größten Teil seines Vermögens verschenkt hatte, war er gezwungen, sich Geld von seinem Sohn John D. Rockefeller Jr. zu leihen. Er hatte nur noch etwa sieben Millionen Dollar übrig (131 Millionen in heutigen Dollar). Allerdings brachte ihm dieses Geld nicht genug Einkommen, um seinen Lebensstandard zu halten.

Ich gebe ziemlich viele Interviews zu meiner Rich Habits-Forschung. Im Rahmen der Studie habe ich 233 wohlhabende Personen (davon 177 Selfmade-Millionäre) mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von mindestens 160.000 Dollar und einem Nettovermögen von 3,2 Millionen Dollar befragt. Fast jedes Mal, wenn ich über meine Forschung spreche, wird mir die gleiche Frage gestellt: Wie viel Geld muss man haben, um als wohlhabend zu gelten? Also muss ich im Gegenzug auch eine Frage stellen: Was bedeutet vermögend?

Ab wann gilt man als reich?

Ich bin Thomas C. Corley, zertifizierter Buchhalter, Finanzplaner und Autor von "Rich Habits: The Daily Success Habits of Wealthy Individuals" und "Rich Kids: How To Raise Our Kids To Be Happy And Successful in Life". Und ich sage, vermögend bedeutet, dass euer investiertes Vermögen genug Einkommen generiert, um euren Lebensstandard zu finanzieren und die Steuern auf dieses Einkommen zu bezahlen. Mit anderen Worten: Ihr seid reich, wenn euer passives Einkommen, das nicht aus eurer Arbeit stammt, euren Lebenshaltungskosten entspricht oder diese übersteigt.

Falls ihr kein Kapitalvermögen besitzt, aber zu den Glücklichen gehört, die über eine Pension verfügen, geltet ihr wohl als wohlhabend, wenn eure Pension genug Einkommen generiert, um euren Lebensstandard zu finanzieren und die Steuern auf dieses Einkommen zu bezahlen. Gehört ihr aber nicht zu den wenigen Glücklichen, die eine Pension erhalten, wie hoch ist dann das Vermögen, das ihr benötigt? Wie lautet die Zahl?

Zwar gibt es keine einfache Antwort auf diese Frage, jedoch bin ich mir ziemlich sicher, dass die korrekteste Antwort 3,2 Millionen Dollar ist. Der Grund dafür ist, dass 3,2 Millionen Dollar, wenn sie vernünftig investiert werden, etwa 150.000 bis 160.000 Dollar pro Jahr an passivem Einkommen generieren. Selbst in teuren Regionen sollten 150.000 Dollar pro Jahr mehr als genug sein, um einen komfortablen, finanziell freien Lebensstil zu genießen. Daher würde ich also behaupten, dass 3,2 Millionen Dollar so ziemlich jeden "wohlhabend" machen.

Aber ihr braucht keine 3,2 Millionen Dollar, um als wohlhabend zu gelten. Wenn euer Lebensstandard niedrig ist und euer monatliches Nettoeinkommen weniger als 3.500 Dollar beträgt, geltet ihr dennoch als wohlhabend, wenn euer Nettovermögen 1,2 Millionen Dollar beträgt. Wer vernünftig investiert, sollte mit 1,2 Millionen Dollar zwischen 50.000 und 60.000 Dollar pro Jahr an passivem Einkommen generieren. Auf der untersten Ebene des Reichtums sind also 1,2 Millionen Dollar die richtige Zahl.

Für John D. Rockefeller Sr. waren 131 Millionen Dollar nicht genug, um seinen Lebensstandard zu halten. Und egal wie viel Geld ihr habt, wenn ihr euch Geld leihen müsst, um euren Lebensstandard zu halten, werdet ihr euch nicht als "wohlhabend" bezeichnen. Der Schlüssel zum Wohlstand sind also Lebenshaltungskosten, die geringer sind als das passive Einkommen. Euer Lebensstandard kann euch wohlhabend machen — oder auch nicht.

Dieser Artikel wurde von Ilona Tomić aus dem Englischen übersetzt und editiert. Er erschien bereits im April 2021 und wurde nun erneut geprüft und aktualisiert. Das Original lest ihr hier.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.