Deutsche Märkte öffnen in 1 Stunde 14 Minute
  • Nikkei 225

    28.966,01
    -1.202,26 (-3,99%)
     
  • Dow Jones 30

    31.402,01
    -559,85 (-1,75%)
     
  • BTC-EUR

    37.940,16
    -3.620,02 (-8,71%)
     
  • CMC Crypto 200

    918,47
    -14,66 (-1,57%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.119,43
    0,00 (0,00%)
     
  • S&P 500

    3.829,34
    -96,09 (-2,45%)
     

Die Grünen und ihr Zwang zum Ökoglück

Goffart, Daniel
·Lesedauer: 1 Min.

Einfamilienhäuser verbieten? Nein, so war das natürlich nicht gemeint. Bleibt die Frage, warum die Grünen so oft in die Verbotsfalle tappen.

Die Grünen-Bundesvorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck nehmen am digitalen Politischen Aschermittwoch ihrer Partei  teil. Foto: dpa
Die Grünen-Bundesvorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck nehmen am digitalen Politischen Aschermittwoch ihrer Partei teil. Foto: dpa

Wir kennen das schon: Irgendein Grüner stellt eine harsche Forderung, die bösen Medien spitzen zu und schon schäumen Bürger und politische Mitbewerber. Dann erfolgt eine Richtigstellung aus der grünen Führungsetage nach dem Motto „die Forderung ist im Kern richtig, wurde aber vorsätzlich falsch interpretiert“. Denn natürlich wolle man den Leuten nichts vorschreiben und – klare Sache – das Label der „Verbotspartei“ ist Feindpropaganda übelster Sorte.

Die Wirklichkeit sieht anders aus, denn die Debatte um das Eigenheim reiht sich ein in eine lange Liste grüner Weltverbesserungsvorschläge, die notfalls mit der Macht des Ordnungsrechts durchgesetzt werden sollen – zum Wohle der Kröten, des Klimas und der Kinder natürlich. Ob Veggie Day, Tempolimit, Begrenzung von Inlands-, Urlaubs- oder Fernflügen, autofreie Stadt, Zwangsabo für den ÖPNV oder das Verbot von Kohlegrill, Billigfleisch, Heizpilz oder SUV in der City – den Grünen fällt immer etwas ein.

Schon Joschka Fischer haderte mit dem Beschluss, fünf Mark für einen Liter Benzin zu verlangen. Und selbstredend wurden die Grünen immer missverstanden. Warum eigentlich? Der Wähler sollte sie ruhig beim Wort nehmen – nicht jeder will zum Ökoglück gezwungen werden.

Mehr zum Thema: Nach über zehn Boomjahren zögern einige Interessenten. Lohnt der Kauf von Haus oder Wohnung jetzt noch?