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Gorillas verliert schon wieder einen Mitgründer

·Lesedauer: 2 Min.
Der plötzliche Abgang von gleich zwei Mitgründern schadet dem schnellen Wachstum von Gorillas bislang noch nicht.
Der plötzliche Abgang von gleich zwei Mitgründern schadet dem schnellen Wachstum von Gorillas bislang noch nicht.

So schnell wie der 10-Minuten-Lieferdienst wächst, so schnell verliert Gorillas-Chef Kağan Sümer seine Co-Gründer. Nach dem Abgang von Jörg Kattner im Februar verzeichnet das Food-Startup nun den nächsten Austritt: Felix Chrobog, bisher als COO für die Operations zuständig, schmeißt ebenfalls hin. Gorillas bestätigte gegenüber Gründerszene, dass der Manager das Unternehmen zu Ende April verlassen hatte. Auch im Handelsregister wurde er bereits als Geschäftsführer ausgetragen.

Chrobog ist erst im August 2020 vom E-Scooter-Unternehmen Tier zu dem Berliner Startup Gorillas gewechselt. Bei Tier war er als General Manager für den deutschsprachigen Raum verantwortlich. Zuvor verantwortete er drei Jahre lang als Deutschlandchef die Geschäfte des Essenslieferdiensts Deliveroo. Gorillas gibt an, dass sein Ausstieg familiäre Gründe habe. Seine Stelle als Chief Operating Officer werde nicht nachbesetzt, seine bisherigen Aufgaben von verschiedenen Managern übernommen, so das Unternehmen.

Aus dem Unternehmensumfeld heißt es außerdem gegenüber Gründerszene, dass Chrobog mit dem rasanten globalen Wachstum nicht zurechtgekommen sei. Zuletzt hielt der COO laut Handelsregister knapp drei Prozent an der Firma.

Zwei Co-Founder weg innerhalb von drei Monaten

Der Weggang von Chrobog ist nicht der erste personelle Verlust, den das Neu-Unicorn Gorillas innerhalb von kurzer Zeit verkraften muss. Mitgründer Jörg Kattner verließ das Unternehmen vor drei Monaten, angeblich weil ihm die Firma zu schnell zu gewachsen sei. Auf Anfrage von Gründerszene dementierte das Unternehmen Kattners Ausstieg zunächst, nur um kurze Zeit später selbst seinen Abschied in einem Linkedin-Post zu verkünden und ihn für seine Arbeit zu loben. Mittlerweile ist der Post wieder von der Unternehmensseite verschwunden.

Das Stühlerücken in der Chefetage hat das Startup bislang nicht von seinem extremen Wachstumskurs abgebracht. Erst im März schloss das Unternehmen eine 290 Millionen-Dollar-Runde ab, angeführt vom New Yorker Hedgefonds Coatue, zusammen mit der Investmentfirma DST Global und dem chinesischen Tech-Riesen Tencent. Damit stieg das Unternehmen nach gerade mal zehn Monaten am Markt in die Riege der Unicorns auf, wurde also mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet.

Die Co-Founder-Riege hat Sümer mittlerweile mit anderen Vertrauten aufgestockt: Canberg Donmez, zuständig für die Expansionsstrategie bei Gorillas, Chief Commercial Officer (CCO) Ronny Gottschlich, CTO Ronny Shibley und Ugur Samit tragen mittlerweile ebenfalls Co-Founder-Titel in ihren Linkedin-Profilen. Die Neuzugänge sind aber erst ein halbes Jahr nach Start zu der Firma dazugestoßen. Ehemalige Mitarbeiter sagen gegenüber Gründerszene, dass diese Ernennung aber nie offen innerhalb des Unternehmens kommuniziert wurde. „Es war wohl eher symbolisch für Linkedin“, so ein Ex-Angestellter.

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