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Gewerkschaft: Zeitrahmen für Werkvertragsverbot realistisch

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HAMBURG (dpa-AFX) - Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gasstätten (NGG) glaubt an eine Umsetzung des geplanten Verbots von Werkverträgen in der Fleischindustrie zum nächsten Jahr. Der zeitliche Rahmen sei realistisch, sagte ein NGG-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Es sei ein Scheinargument, dass Betriebe Probleme hätten, Personal zu finden. Dieses sei ja bereits da, arbeite aber derzeit für Subunternehmen. Die Gewerkschaft erwarte, dass die Fleischindustrie in der Einflussaufnahme auf die Politik nun keinen Erfolg mehr haben werde. "Es ist ja tatsächlich eine Schande, dass es Corona brauchte, damit sich etwas ändert in der Branche", sagte der Sprecher über das geplante Verbot.

Das Schlachten und Verarbeiten von Fleisch soll ab 1. Januar 2021 nur noch mit Arbeitnehmern des eigenen Betriebes zulässig sein. Dafür Werkverträge zu vergeben, wäre dann tabu. Das Verbot soll auf industrielle Fleischwerke, auch von großen Handelsketten und Familienunternehmern - aber zum Beispiel nicht auf kleinere Handwerks-Schlachtereien oder Wurstbestellungen von Verbrauchern im Supermarkt zielen.