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Georg Kofler lässt DHDL-Deal mit Berliner Bastelplattform platzen

·Lesedauer: 2 Min.
TV-Juror Georg Kofler in der Show „Die Höhle der Löwen“.
TV-Juror Georg Kofler in der Show „Die Höhle der Löwen“.

Man hätte es ahnen können: Der Deal von DHDL-Juror Georg Kofler in das Berliner DIY-Portal The Makery ist geplatzt. Kofler wird keine 250.000 Euro für 21 Prozent der Anteile in das Startup investieren. Das bestätigte eine Sprecherin seines Medienunternehmers Social Chain auf Anfrage von Gründerszene. Bereits in der Sendung am Montagabend war sich Kofler erst nach sichtlichem Zögern mit dem Makery-Gründer einig geworden.

Aber von vorn: Den Löwen stellte der studierte Wirtschaftsingenieur Jasper Kolb (35) sein Unternehmen The Makery vor, eine Online-Plattform, die Kreative mit Bastelfreunden auf der Suche nach Abwechslung zusammenbringen soll. Über die Plattform lassen sich mehr als 500 Workshops buchen, Kochtrainings und Fotosafaris zum Beispiel oder auch ein mehrstündiger Besuch bei einem Tischler. The Makery selbst verdient pro erfolgter Buchung an einer kleinen Provision.

Feilschen um jedes Prozent

Obwohl Kolb in der Sendung viel Lob für die Marke und Umsetzung des Konzepts erhielt, interessierte sich nur ein Löwe für ein Investment: Der TV-Unternehmer Georg Kofler. Damit hatte Kolb eigentlich genau den richtigen Löwen erwischt. Bereits im Jahr 2017 hatte Kofler in das Unternehmen Artnight investiert, das mit einem ähnlichen Konzept eigenen Aussagen zufolge derzeit zweistellige Millionenumsätze erzielt.

Dennoch ging Kofler nicht sofort auf das Angebot des Makery-Gründers ein. Ihm erschienen die gebotenen Firmenanteile in Höhe von 15 Prozent für 250.000 Euro nicht gerechtfertigt. Kofler verlangte mehr. Geeinigt haben sie sich beide Parteien auf 21 Prozent – so wirklich glücklich wirkten Gründer und Investor mit dem Handschlag jedoch nicht. Und tatsächlich kam der Deal im Nachgang der Sendung nicht zustande.

Auf Nachfrage von Gründerszene heißt es von Kofler, die Corona-Pandemie habe das Investment durchkreuzt. „Jasper hat trotz der enormen Auswirkungen auf den Event-Bereich besonnen, konsequent und flexibel reagiert, indem er sein Geschäftsmodell der Situation angepasst hat. Leider hat diese notwendige Abweichung zur ursprünglichen Investment-Idee unsere gemeinsame Reise auch enden lassen“, so Kofler.

„Der Lockdown hat uns sehr stark getroffen“

Was der Investor meint: The Makery stand wegen der Ausgangsbeschränkungen plötzlich ohne Geschäft da. „Der Lockdown hat uns sehr stark getroffen“, sagt Kolb zu Gründerszene. Innerhalb weniger Tage habe er alle Workshops absagen müssen. „Nahezu alle Events – von Junggesellenabschieden bis zu großen Firmenevents – wurden storniert.“ In der Folge stellte das Unternehmen auf Online-Workshops um. Kunden wurden notwendige Utensilien per Paket nach Hause geschickt.

Für Kofler offenbar ein Showstopper. „Nach mehreren Gesprächsrunden in den folgenden Wochen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir nicht ideal füreinander gemacht sind“, führt Kolb weiter aus. „Und da wir zu dieser Zeit unser gesamtes Geschäftsmodell drehen und anpassen mussten, wollten wir uns allein auf das operative Geschäft konzentrieren.“ Inzwischen hat sich das Unternehmen von der Krise erholt. Viele Anbieter auf der Plattform hätten durch den Strategieschwenk wieder Umsätze erzielen können. Davon profitiere auch das Unternehmen. „Aktuell bereiten wir unsere erste Finanzierungsrunde vor“, so Kolb.

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