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Arbeitseinsatz, Sach- oder Geldspenden: So könnt ihr den Opfern der Hochwasser-Katastrophe wirklich helfen

·Lesedauer: 4 Min.
Verwüstung in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler in Rheinland-Pfalz am 15. Juli.
Verwüstung in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler in Rheinland-Pfalz am 15. Juli.

Deutschland sucht die schwerste Hochwasser-Katastrophe seit Jahrzehnten heim. In Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern sind durch die Überschwemmungen mindestens 170 Menschen ums Leben gekommen. Viele Menschen werden weiterhin vermisst. Ganze Straßenzüge und Gemeinden liegen in Trümmern. Viele der Personen, die sich rechtzeitig retten konnten, stehen nun vor dem Nichts.

Tausende Einsatzkräfte der Bundeswehr, Feuerwehr und Hilfsdienste sind im Einsatz. Doch auch ihr könnt den Opfern der Hochwasser-Katastrophe helfen.

DRK rät von Sachspenden ab

"Wenn Sie zielgerichtet helfen wollen, spenden Sie Geld", appellierte Guido Nisius, Verbandsbürgermeister von Adenau im stark betroffenen Landkreis Ahrweiler, am Sonntagabend. Die Hilfsorganisationen "ersticken" demnach geradezu an Sachspenden. Durch die überwältigende Spendenbereitschaft seien genügen Kleiderspenden eingetroffen. Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das Technische Hilfswerk (THW) raten von Sachspenden ab. Weiterhin benötigt werden jedoch Trockengeräte, Stromerzeuger, Hygieneartikel, Trinkwasser sowie Babyprodukte.

Doch wohin sollte man spenden? Ein Indiz für einen seriösen Spendenaufruf ist dabei immer das Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). So besitzen die Tafeln zum Beispiel das Siegel und sind in den betroffenen Regionen im Einsatz. Weitere wichtige Anlaufpartner für Spenden sind die "Aktion Deutschland hilft", das "DRK" und das "THW".

Helfer sollten nicht auf eigene Faust in Katastrophengebiete fahren

Neben Geldspenden werden auch möblierte Unterkünfte benötigt. Viele Personen können aufgrund der unsicheren Situation entweder nicht in ihre Heimat zurückkehren oder haben durch die Fluten ihre Wohnungen und Häuser verloren. Viele von ihnen übernachten weiterhin in Sammelunterkünften. Wer also eine Unterkunft bereitstellen kann, sollte sich bei den eingerichteten Hotlines der betroffenen Landkreise melden (mehr dazu am Ende des Artikels).

Wichtig ist jedoch auch, dass Helfer nicht auf eigene Faust in die Krisengebiete fahren. Die Polizei rät von eigenen Hilfsaktionen dringend ab, da die Lage sonst zu unübersichtlich wird. Die Aufräum- und Bergungsarbeiten müssen koordiniert werden. Außerdem ist die Lage in den überschwemmten Gebieten weiterhin nicht gesichert. Helfer könnten sich also selbst in Gefahrensituationen bringen. Das heißt jedoch nicht, dass keine Helfer benötigt werden. Freiwillige können sich bei den betroffenen Kreisen und Kommunen informieren. Ihr könnt euch außerdem an die DRK-Ortsvereine und örtliche Feuerwehr wenden, um eure Hilfe anzubieten.

Auch Schwarz-Gruppe und VW haben Hilfe zugesagt

Auch große Unternehmen haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Die Unternehmen der Schwarz Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören, sagten eine Spende in Höhe von 10 Millionen Euro zur sofortigen Unterstützung in den Hochwassergebieten zu. Das teilte Kaufland auf Twitter mit. Ab heute können außerdem Kunden bei Penny bis einschließlich Samstag online spenden. Dazu sollen Kunden einen Spendenschein für die DRK-Hochwasser-Hilfe kaufen. Dieser hat einen nominellen Wert von fünf Euro, Penny erhöht aber die Spendenscheine auf 15 Euro.

Die VW-Gruppe spendet, ihren Angaben zu Folge, eine Million Euro für die betroffenen Gebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Der Deutsche Fußball-Verband (DFB) und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) wollen einen Hilfsfonds in Höhe von drei Millionen Euro starten, teilte der DFB mit. Darüber hinaus soll der DFB laut eigenen Angaben die UEFA kontaktiert haben, die ebenfalls Unterstützung zugesagt haben soll.

„Wenn ihr Schaufeln, Besen, Pumpen und Equipment benötigt, meldet euch bitte sofort bei eurem nächstgelegenen OBI Markt“, so der Aufruf von Obi, dem deutschen Marktführer der Baumarkt-Branche. Hilfsorganisationen sollen sich laut Obi in den betroffenen Regionen an die Marktleiter wenden, ihren Bedarf an Material nennen und kostenlos abholen. Deutschlandweit sollen Trocknungsgeräte, Pumpen oder andere akut nützliche, jedoch schwer verfügbare Geräte und Werkzeuge im nächsten Obi-Markt ausgegeben werden, teilte das Unternehmen mit.

Anlaufstellen für Hilfsangebote

In diesen stark betroffenen Gebieten könnt ihr euch unter anderem für Hilfe anmelden:

  • Landkreis Ahrweiler: 02641 - 975 900. Hilfsangebote per Mail: hochwasserhilfe@kreis-ahrweiler.de.

  • Landkreis Euskirchen: 02251 - 15910.

  • Rhein-Erft-Kreis: 02271 - 83 222 22.

  • Der Verbandskreis Adenau hat eine Online-Plattform eingerichtet, um dort freiwillige Helfer zu registrieren.

Eine weitere Anlaufstelle ist die Seite "Hochwasserhilfe-Navi". Hier findet ihr eine große Anzahl an Spendenaktionen und Kontaktdaten für die betroffenen Gebiete.

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