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Gehälter im Überblick: So viel verdienen Deutsche im Durchschnitt

·Lesedauer: 3 Min.

Selbst wenn es nicht nur um den schnöden Mammon geht, kann Geld doch euer allgemeines Wohlbefinden steigern. Auch für junge Menschen bleibt das zu erwartende Gehalt daher ein wichtiger Faktor bei der Berufswahl — und schon bei der Entscheidung für oder gegen eine Ausbildung. Aber wie hoch ist eigentlich das durchschnittliche Bruttogehalt in Deutschland? Und lohnt sich Personalverantwortung auch finanziell? Um euch bei solchen Fragen ein wenig Orientierung zu geben, haben wir hier ein Paar der wichtigsten Zahlen und Fakten rund ums Einkommen für euch zusammengefasst. Die „Welt“ hatte dazu berichtet.

Zunächst zum Durchschnitt: Im Jahr 2020 verdiente ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer in Deutschland 3.975 Euro. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Damit ist der Wert zum ersten Mal seit Jahren leicht gesunken: Im Jahr 2019 lag das Durchschnittseinkommen noch bei 3.994 Euro. 2010 kamen Arbeitnehmer durchschnittlich auf 3.227 Euro. Boni und Provisionen werden hier nicht einbezogen.

Wie die „Welt“ hinweist, ist das Wort Durchschnitt allerdings ein wenig irreführend: Zwei Drittel der Gehälter liegen nämlich unterhalb dieser Marke. Nur ein Drittel der Deutschen bezieht ein Monatseinkommen, das über 3.975 Euro liegt. Allerdings sind diese Gehälter dann so groß, dass sie den Durchschnitt anheben.

Nettoverdienst lediger Männer lag 2020 bei 60 Prozent des Bruttoeinkommens

Während Bruttogehälter eine wichtige Orientierungsgröße sind, stellt sich natürlich die ganz lebensweltliche Frage: Wie viel Geld bleibt eigentlich nach Abzügen übrig? Auch dazu macht das Statistische Bundesamt Modellrechnungen. Demnach erreicht ein männlicher, lediger Arbeitnehmer, der inklusive Sonderzahlungen durchschnittlich 4.745 Euro brutto verdient, ein monatliches Nettoeinkommen von 2.848 Euro, so das Beispiel der „Welt“. Der Anteil des Nettoverdienstes liegt hier also bei 60 Prozent des Bruttogehalts. Einem alleinverdienenden Ehemann ohne Kinder bleiben bei gleichem Bruttogehalt 3.231 Euro monatlich, mit einem Kind 3.249 Euro — entsprechend 68,1 bzw. 68,5 Prozent.

Nun stellt sich für viele natürlich die Frage: Welche Berufsgruppen beziehen eigentlich die höchsten Gehälter? Wie aus dem Gehaltsreport des Job-Portals Stepstone hervorgeht, sind Ärzte mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 89.500 Euro im Jahr die bestverdienenden Akademiker. Zwar gebe es zwischen den einzelnen medizinischen Berufen deutliche Unterschiede, aber keine andere Branche komme an Arztgehälter heran.

An zweiter Stelle stehen Vermögensberater, Controller und weitere Finanzexperten mit einem Jahresbruttogehalt von im Schnitt 73.800 Euro. Auf Platz drei folgen dann wenig überraschend die Juristen. Wer sich durch das Jurastudium gekämpft hat, erhält im Schnitt 68.600 Euro brutto pro Jahr.

Gehaltszuwachs bei Personalverantwortung ist Branchen-abhängig

Wenn ihr in keinem dieser Bereiche arbeitet, aber gerne euer Gehalt steigern möchte, solltet ihr Personalverantwortung übernehmen. Laut dem Stepstone-Gehaltsbericht erhalten Chefs und Chefinnen etwa 16 Prozent mehr als der Durchschnitt und damit ein Mittel von 66.130 Euro im Jahr. Die tatsächliche Höhe hänge aber letztlich von der Zahl der Mitarbeiter ab, die euch als Führungskräften unterstellt sind. Bei Verantwortung für bis zu vier Mitarbeiter könnt ihr im Schnitt mit 57.300 Euro rechnen — führt ihr hingegen bis zu 100 Mitarbeiter kommt ihr schon auf durchschnittlich 96.400 Euro.

Das gilt allerdings nicht überall, denn auch die Gehälter für Führungskräfte sind laut der Stepstone-Analyse Branchen-abhängig. Ärzte mit Personalverantwortung erhalten im Schnitt 102.200 Euro im Jahr, Finanz- oder Banking-Manager 80.600 Euro. Und im Bereich Gesundheit, Pflege und soziale Dienste ist trotz Personalverantwortung kein Gehaltssprung zu erwarten. Führungskräfte in dieser Branche bekommen laut Stepstone 54.300 Euro.

sb