Werbung
Deutsche Märkte schließen in 3 Stunden 39 Minuten
  • DAX

    18.673,01
    -75,17 (-0,40%)
     
  • Euro Stoxx 50

    5.018,18
    -24,84 (-0,49%)
     
  • Dow Jones 30

    40.000,90
    +247,10 (+0,62%)
     
  • Gold

    2.424,40
    +3,70 (+0,15%)
     
  • EUR/USD

    1,0913
    +0,0004 (+0,03%)
     
  • Bitcoin EUR

    57.330,66
    +2.215,34 (+4,02%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.297,56
    +28,61 (+2,25%)
     
  • Öl (Brent)

    82,10
    -0,11 (-0,13%)
     
  • MDAX

    25.722,75
    -181,47 (-0,70%)
     
  • TecDAX

    3.404,46
    -4,47 (-0,13%)
     
  • SDAX

    14.592,15
    -92,81 (-0,63%)
     
  • Nikkei 225

    41.190,68
    -1.033,32 (-2,45%)
     
  • FTSE 100

    8.227,17
    -25,74 (-0,31%)
     
  • CAC 40

    7.674,24
    -50,08 (-0,65%)
     
  • Nasdaq Compositive

    18.398,45
    +115,04 (+0,63%)
     

Nach der FTI-Insolvenz: Diese zwei Tourismus-Giganten teilen sich den deutschen Markt auf

Die FTI Group ist insolvent. - Copyright: picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Die FTI Group ist insolvent. - Copyright: picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Seit der FTI-Pleite konkurrieren Tourismus-Konzerne um die Kunden des insolventen Reiseveranstalters – allen voran der Player auf dem deutschen Markt. TUI hatte zuletzt seine Kontingente aufgestockt und sich 300.000 zusätzliche Plätze für die Sommersaison gesichert. Nun legt der Reise-Gigant für die tourismusschwächere Wintersaison nach und sichert sich zusätzliche 150.000 Plätze, wie das "Handelsblatt" berichtet. Auch Konkurrent Alltours stockt sein Angebot in Ägypten um 50 Prozent auf mehr als 100.000 Plätze aus.

Dass sich Deutschlands Reiseunternehmen einen Wettstreit um die FTI-Kunden liefern, war laut Beatrix Morath, Partnerin beim Restrukturierungsspezialisten Alix Partners, absehbar. „Die Insolvenz von FTI wird, wie bereits beim Untergang von Thomas Cook geschehen, zu einer Umverteilung führen“, sagt die Tourismusexpertin dem "Handelsblatt". Der Gewinner in Deutschland sei laut ihrer Einschätzung "mit klarem Abstand" Marktführer TUI, gefolgt von Dertour.

Schon vor der FTI-Insolvenz lag TUI im Tourismusjahr 2022/2023 mit einem Umsatz von 6,4 Milliarden Euro in Deutschland an der Spitze, hinzu kamen 1,82 Milliarden Euro Umsatz der Kreuzfahrttochter TUI Cruises. Dertour folgte auf dem zweiten Platz mit 3,48 Milliarden Euro, die FTI-Group belegte den dritten Rang.

Durch die FTI-Insolvenz rückt nun Aida Cruises auf den dritten Platz vor – das Unternehmen hatte zuletzt Erlöse von 2,3 Milliarden Euro. Droht durch die Vereinnahmung der FTI-Kunden von TUI und Dertour nun ein Oligopol – also eine große Nachfrage, verteilt auf wenige Anbieter? Laut Beatrix Morath ist Deutschland nicht weit davon entfernt: "Der Abstand zur Nummer drei wird nach der FTI-Insolvenz noch größer werden", sagt sie.