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Friseur-Termin, Bürgeramt, Aufräumen? Bitte nicht — so macht ihr das Beste aus einem freien Tag

·Lesedauer: 4 Min.

So. Viel. Zu. Tun. Freie Tage sind eigentlich anstrengender als Arbeitstage. Friseur-Termin, Bürgeramt, Aufräumen oder gleich den Keller ausmisten, Wäsche waschen, klar, das entlastet den Rest der Woche. Freie Tage sind harte Arbeit.

Irgendwas muss schief gelaufen sein, als wir erwachsen wurden. Früher fühlten sich freie Tage frivol an: Ich lungerte zu Hause rum, während alle anderen arbeiten mussten. Großartig! Meine freien Tage waren als junge Lokaljournalistin meist mit spätabendlichen Überstunden erkauft, das machte sie besonders wertvoll. Ich machte Sport, schaute mir Serien an, lud mich bei meiner Familie zum Essen ein und wäre ganz sicher nicht auf die Idee gekommen, irgendwas zu „erledigen“.

Heute ist das nicht mehr so: Freie Tage sind die Tage, an denen Menschen zwischen all der Arbeit noch die Aufgaben des Lebens unterbringen. Frivol ist anders. Erholung auch.

Was wurde nur aus den freien Tagen?

Eines der Probleme freier Tage ist ihr Event-Charakter. Das macht sie zu einer einmaligen Chance: endlich Hausarbeit! Endlich Rasen mähen! Endlich Dinge erledigen. Hipp-hipp, Hurra. Und wer einen freien Tag plant, der sieht zunächst vor allem eines: jede Menge Freizeit. Natürlich passen da auch ein paar kleine Aufgaben rein – bis es auf einmal ziemlich viele kleine Aufgaben sind. Das ist dann wie im Kramladen: Alles ziemlich günstig – aber am Ende ist die Plastiktasche voll und das Konto ist leer.

Sowas passiert, wenn man schlecht plant. Und ja, wir wollen alle gern in den Tag hineinleben, schön und gut. Aber was passiert, wenn wir erwachsenen Erwerbstätigen manche-mit-Familie das tun? Wir arbeiten! Weil Hausarbeit und To-Dos immer der leichteste Weg sind. Fragen sollten wir uns:

Was möchte ich für mich tun?

Und das Gehirn so:

Nene-nenene! Was könntest du für den Haushalt tun?

Und natürlich läuft das mit der Freizeit dann nicht so gut.

Der Wunsch, einige Dinge zu erledigen, ist ganz normal. Nur ist ein freier Tag nicht der geeignete Zeitpunkt, um alles zu machen. Ein paar Tipps helfen, freie Tage künftig bewusster anzugehen.

1. Vergesst die To-Do-Liste

To-Do-Listen sind der Feind. Wirklich. To-Do-Listen sind gegen euch. Sie lenken alle Kreativität in die grässlichen Dinge des Lebens, bündeln sie, halten ein Schlaglicht drauf und schreien dann: MACH DAS JETZT ENDLICH DU FAULES STÜCK!

Deshalb darf ein freier Tag niemals, wirklich unter gar keinen Umständen eine To-Do-Liste bekommen. Euch werden immer mehr Dinge einfallen, die da noch drauf passen. Ihr werdet auf keinen Fall alles schaffen, was euch einfällt. Das macht Druck, das macht unzufrieden, das macht Stress. Niemand möchte das.

2. Weist den Aufgaben eine Zeit zu

… und macht das, bevor ihr euch überlegt, was ihr tun wollt. Es spricht ja gar nichts dagegen, ein paar Dinge zu erledigen. Aber wann und wie lange? Wenn ihr davon eine Idee habt, dann verhindert ihr, dass die Hausarbeit zu weit in eure Freizeit eingreift.

3. Kündigt eure (nicht-)Erreichbarkeit an

Nicht jede und jeder ist tatsächlich abkömmlich genug, um einen Tag lang nicht erreichbar zu sein. Andere werden sicherlich kontaktiert werden, schlicht weil nicht allen klar ist, dass sie in einen freien Tag hineinplatzen. Steuert das vorher! Kündigt an, dass ihr nicht arbeitet und auch nicht verfügbar seid. Schreibt freundliche und aussagekräftige Abwesenheitsnachrichten. Natürlich ist das für einen freien Tag eigentlich nicht nötig. Aber eine gute automatische Antwort wird euch von dem Drang entlasten, direkt zu antworten.

4. Überlegt euch, was Spaß machen soll

Freie Tage sind ein Geschenk, dass Menschen sich selbst machen. Keine große Reise, kein Jahresurlaub. Schlicht ein Tag außerhalb des normalen Alltags. Der darf Freude bereiten! Also überlegt euch, was ihr gern für euch selbst tun wollt. Ein Buch lesen? Ein Serien-Marathon? Ein Morgen allein am See? Die Lieblingskollegin in Elternzeit endlich mal in Ruhe besuchen und ein Glas Mittagsrosé trinken? Es geht gar nicht darum, was ihr mit einem freien Tag anstellt. Es geht nur darum, dass ihr euch die Zeit genommen habt, euch für etwas zu entscheiden, das euch selbst guttut.

5. Plant vorher!

Es gilt für jede Art von Organisation: Wenn ihr euch am Abend vorher fünf Minuten hinsetzt und eine Idee vom folgenden Tag entwickelt, dann tut das gut! Ihr schlaft wahrscheinlich besser ein, weil dem Tag seine Fragezeichen genommen sind. Ihr wacht entspannter auf, weil ja schon klar ist, was wann passieren soll.

Freie Tage sind noch immer ein Luxus, den wir uns erarbeitet haben. Es wird Zeit, dass wir ihnen diesen Wert wieder zuweisen.

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