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Frauen in Minijob-Falle: Teilzeitstelle rechnet sich für viele kaum

·Lesedauer: 1 Min.

GÜTERSLOH (dpa-AFX) - Eine Beschäftigung über einen Minijob hinaus ist einer neuen Studie zufolge für viele Frauen und Mütter finanziell unattraktiv. Der Grund dafür sind laut der am Dienstag von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichten Untersuchung "Für wen lohnt sich Arbeit?" die hohen Steuern und Abgaben bei einer Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigung im Niedriglohnbereich.

Andreas Peichl und Maximilian Blömer vom Münchner Ifo-Institut haben für die Bertelsmann Stiftung untersucht, wie viel Prozent des Bruttoeinkommens im Niedriglohnbereich vom Staat einbehalten werden. Ein Beispiel: Verdient der Ehemann 48 000 Euro brutto im Jahr, würde die Frau bei einem Minijob mit etwa 10 Wochenstunden und einem Stundenlohn von 10 Euro 5400 Euro im Jahr hinzuverdienen - und zwar ohne Abzüge aufgrund der Sonderregelung für Minijobs.

Nehme die Frau stattdessen einen Teilzeitjob mit 20 Wochenstunden bei gleichem Bruttostundenlohn an, blieben der Familie 6293 Euro im Jahr zusätzlich. "Eine Zweitverdienerin müsste doppelt so viel arbeiten, um nicht einmal 1000 Euro mehr im Jahr in der Tasche zu haben", sagte Stiftungsvorstand Jörg Dräger.