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Forderungen aus Baden-Württemberg nach flexiblerer Kurzarbeit

STUTTGART (dpa-AFX) - Angesichts der schwächelnden Konjunktur sprechen sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft in Baden-Württemberg für flexiblere Regeln für die Kurzarbeit aus. Dafür werde ein dringender Bedarf gesehen, zudem sollten Phasen der Kurzarbeit besser mit beruflicher Qualifizierung verbunden werden können, heißt es in einem Brief von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Unterzeichnet ist das Schreiben zudem von den Chefs des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall, des Maschinenbauverbandes VDMA und der Gewerkschaft IG Metall, vom Präsidenten des Industrie- und Handelskammertages sowie dem Hauptgeschäftsführer des Handwerkstages.

Über den Brief, der auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hatte zuvor die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Die Auftragslage im Verarbeitenden Gewerbe lasse keine kurzfristige Erholung erwarten, heißt es darin. Zu den Vorschlägen für eine Flexibilisierung der Regeln gehört unter anderem, die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes von derzeit 12 auf 24 Monate zu erweitern. Auch soll es schneller und einfacher ausgezahlt werden können.

"Wir freuen uns, dass Sie angekündigt haben, ein Gesetz auf den Weg zu bringen, mit dem Sie Reformen beim Kurzarbeitergeld und der beruflichen Qualifizierung umsetzen möchten", heißt es weiter in dem Brief, "und bitten Sie eindringlich, diese Punkte aufzugreifen, damit sie so schnell wie möglich in Kraft treten können."