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Flugzeugunglück mit Unister-Chef: Auslöser war Schlechtwetterfront

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DRESDEN/LJUBLJANA (dpa-AFX) - Schlechtes Wetter und eine Verkettung von Ereignissen war die Ursache für den Absturz des Flugzeugs, in dem im Juli 2016 der Leipziger Unister-Gründer Thomas Wagner starb. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Abschlussbericht der slowenischen Behörden hervor. "Als Ursache des Unfalls wird bestätigt, dass der Pilot von der geplanten Route abgewichen und in ein Schlechtwettergebiet mit Vereisungsbedingungen eingeflogen ist", teilte das Luftfahrtbundesamt am Donnerstag auf Anfrage mit. Zuerst hatte die "Sächsische Zeitung" (online) über Ergebnisse der Analyse berichtet. Die Maschine war damals in Slowenien abgestürzt.

Der Bericht gibt Auskunft darüber, dass eine Gewitterfront und eine damit verbundene Vereisung am Höhenleitwerk zum Absturz beitrugen. Das Bauteil sei vermutlich ins Flattern geraten und abgerissen. Die Maschine des Herstellers Piper soll allerdings nicht für Flüge unter Bedingungen einer Vereisung zugelassen gewesen sein. "Die meteorologischen Bedingungen (...) zum Zeitpunkt des Unfalls waren für den Flugzeugtyp nicht geeignet", heißt es in dem Bericht. Pilot und Passagiere hätten keine Überlebenschance gehabt.

Wagner war geschäftlich nach Venedig gereist. Auf dem Rückflug stürzte die Chartermaschine in den Julischen Alpen ab. Der Chef des Leipziger Internetkonzerns Unister war in Italien Opfer eines Millionenbetrugs geworden. Bei dem Absturz kamen außer Wagner und einem Geschäftspartner noch ein Anlageberater und der Pilot ums Leben. Der 73 Jahre alte Pilot besaß eine Lizenz und ein ärztliches Attest, das bis zum 8. Januar 2017 gültig war.