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«Aus» für viele Festival-Besucher, Eis für Affen: Hitze, Dürre und Regenfluten in Europa

In Polen – wie auch in Tschechien - mussten große Open-Air-Festivals unterbrochen und die Gäste von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden.

Warum? Die Unwetter, die am Donnerstag und Freitag quer durch Deutschland gezogen waren, kamen in der Nacht auf Samstag in Polen und Tschechien runter. Heftige Stürme und regional auch Hagel haben deutliche Spuren hinterlassen. In Szczecin/Stettin kam es wegen starker Regenfälle zu Überschwemmungen. In Gdynia/Gdingen wurden mehrere Stunden lang Teilnehmer des populären Musikfestivals „Open-er“ (29.06-02.07) evakuiert – sie waren gerade erst nach zwei Jahren Pandemie-Pause zurück. Während der vier Konzerttage mit Weltmusik waren bis zu 250.000 Menschen auf dem Festivalgelände erwartet worden. Wegen des riskanten Wetters sagten einige Stars ihre Konzerte ab. Ein Dutzend Pfadfinderlager wurden evakuiert.

ITALIEN

In Italien droht am Wochenende zusätzlich zur anhaltenden Trockenheit eine landesweite Hitzewelle. Das Gesundheitsministerium  rief die höchste Hitzewarnstufe für 22 italienische Städte aus - unter anderem für Rom, Palermo, Neapel, Florenz und Bologna.

Gleichzeitig spitzt sich die Lage am längsten Fluss Italiens, dem Po, weiter zu. Laut Lagebericht von Mitte der Woche konnten die jüngsten Regenfälle kaum Abhilfe schaffen. Der Fluss ist an manchen Stellen sehr stark ausgetrocknet. Wegen des niedrigen Pegels drang an der Meer-Mündung zur Adria bereits bis auf 30 Kilometer ins Landesinnere Salzwasser in das Flussbett.

Die schlimmste Dürre, mit der Italien seit 70 Jahren konfrontiert ist, trocknet die Reisfelder der Poebene aus und gefährdet die kostbare Ernte des italienischen Premium-Reis, der für Risotto verwendet wird.

In Rom gab’s Eis zu Kühlen – im Zoo. Gefrorenes Obst, Fleisch und Fisch soll den Tieren helfen, mit den sehr hohen Temperaturen in der italienischen Hauptstadt fertig zu werden. Schatten, Teiche mit kaltem Wasser und sogar Duschen für die Elefanten: Es wird alles getan, um ihnen bei der Bewältigung einer Hitzewelle zu helfen, die früher als erwartet im Jahr einsetzt.

Und in Verona hat Bürgermeister Damiano Tommasi per Verordnung die Verwendung von Trinkwasser für häusliche Zwecke eingeschränkt, auch für die persönliche Reinigung und Hygiene. Bis zum 31. August gibt’s auch kein Trinkwasser für Gemüsegärten, Gärten und Sportplätze, zum Autowaschen ohne Sondergenehmigung, für Schwimmbäder und für jede andere Aktivität, die der Mensch nicht unbedingt braucht.

su mit dpa, ANSA

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