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Fünf Themen des Tages: Credit Suisse crasht, Merkel droht

Rainer Buergin
·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Schon wieder Credit Suisse, Hinterteil der Ever Given ist frei, europäische Aktien wenig verändert, Merkel will mehr Härte, und Frauen auf dem Vormarsch in arabischer Finanzindustrie. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Schon wieder Credit Suisse

Mit gehebelten Aktienwetten hat sich Archegos Capital Management verkalkuliert und konnte vergangene Woche Nachschuss-Aufforderungen nicht nachkommen. Einige der weltgrößten Banken haben nun ein Problem, darunter auch die Credit Suisse. Deren Aktien stürzten bis zu 15%, unter das Jahrestief, und auch ihre riskantesten Bonds wurden gebeutelt. Nicht einmal wegen ihrer Greensill-Verwicklung hatte die Schweizer Bank derartige Tagesverluste hinnehmen müssen. “Noch ein Problemfall”, schrieb Georg Marti, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank, in einem Kommentar. Credit Suisse konnte am Montagmorgen die genaue Höhe des resultierenden Verlustes nicht bezifferen, hält diesen aber für sehr erheblich und wesentlich für das Quartalsergebnis. Der CET1-Puffer der Bank betrug laut BI-Analysten im 4. Quartal rund 8 Milliarden Franken (7,2 Milliarden Euro).

Hinterteil der Ever Given ist frei

Die Ever Given ist teilweise wieder frei. Bis das 200.000-Tonnen-Schiff den Suezkanal nicht länger blockiert, ist allerdings noch viel Arbeit zu tun. “Das hintere Ende des Schiffes ins Wasser zu ziehen war der einfache Teil”, sagte Peter Berdowski, CEO von Boskalis Westminster, der Muttergesellschaft des Bergungsteams. Den Bug frei zu machen, werde die schwierigere Aufgabe sein, so Berdowski in einem Radiointerview. Nach ägyptischen Angaben könnte es etwa eine Woche dauern, bis alle wartenden Schiffe aus dem Kanal heraus sind. Mitglieder der “Tanker Gang”, einer informellen Internet-Gruppe, die auf Brennstoff-Transporteure wettet, waren nach ersten Meldungen zur Harvarie schnell am Markt. Kleinanleger Calvin Froedge fuhr rechts ran, klappte seinen Laptop auf und begann, Schifffahrtsaktien zu kaufen. Das Ereignis war “tatsächlich so etwas wie ein schwarzer Schwan”, so Froedge.

Europäische Aktien wenig verändert

Europäische Aktien waren am Montag wenig verändert. Der Stoxx 600 Index lag gegen Mittag knapp im Plus, der Banken-Subindex rutschte ab, belastet durch die Probleme bei Archegos Capital Management. Credit Suisse waren der größte Verlierer, Deutsche Bank fielen um bis zu um 6,4%. Schifffahrtsaktien fielen nach Berichten über Fortschritte im Suezkanal.Da sich die europäischen Aktien dem Ende des ersten Quartals nähern, dürfte der Stoxx 600 Index den Zeitraum mit einem Gewinn von etwa 7% abschließen, unterstützt durch eine Rotation in zyklischere Sektoren, wie Reise und Auto, in der Aussicht auf eine wirtschaftliche Erholung. Seema Shah, Chefstrategin bei Principal Global Investors, sagte jedoch, dass der Fokus immer noch auf der langsamen Einführung des Impfstoffs in Europa liegt.“Wir sind zunehmend besorgt, dass Europa so weit zurückfällt, während alle anderen beschleunigen”, sagte Shah per Telefon. “Sie laufen Gefahr, dass die wirtschaftliche Öffnung noch weiter hinterherhinkt.” In Deutschland fielen Hugo Boss aufgrund von Sorgen über Absatzrückgänge in China. Leoni litten unter einer Herabstufung bei JPMorgan.

Merkel will mehr Härte

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Länder angesichts steigender Infektionszahlen aufgefordert, die gemeinsam beschlossenen Corona-Maßnahmen konsequent umzusetzen. Andernfalls werde sie über nationale Gesetzesverschärfungen nachdenken. ”Wir müssen diese dritte Welle brechen”, sagte Merkel am Sonntagabend bei “Anne Will”. Die dafür notwendigen Maßnahmen würden von den Länderchefs nicht entsprechend umgesetzt, kritisierte sie, und schloss dabei ihren Parteifreund Armin Laschet explizit ein. Die 7-Tage-Inzidenz stieg am Montag auf 134 pro 100.000 Einwohner. Merkels Entschuldigung aus der letzten Woche mag halbherzig gewesen sein, steht aber im Kontrast zur festen Überzeugung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, nichts, aber auch gar nichts falsch gemacht zu haben.

Frauen auf dem Vormarsch in arabischer Finanzindustrie

Die saudi-arabische Sparte von HSBC Holdings hat Muneera Aldossary als Chief Investment Officer eingestellt, wie informierte Kreise berichten. Es ist das jüngste Beispiel dafür, dass in der Finanzindustrie des Königreichs mehr Frauen in Führungspositionen aufsteigen. Aldossary war zuvor als CEO eines lokalen Vermögensverwalters tätig. Die Lockerung von Beschränkungen für Frauen ist Teil des Plans von Kronprinz Mohammed bin Salman, mehr Saudis in der Privatwirtschaft arbeiten zu lassen. In den letzten Jahren haben die Behörden das Fahrverbot für Frauen aufgehoben und ihnen erlaubt, ohne die Erlaubnis eines männlichen Vormunds zu reisen. Der Gouverneur des Staatsfonds des Königreichs hat seit Dezember eine weibliche leitende Beraterin.

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