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Fünf Themen des Tages: Astra wirkt, Erdogan versenkt Lira

Rainer Buergin
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Astra wirkt, Erdogan versenkt Lira, europäische Aktien machen Verluste wett, Gottstein signalisiert Credit Suisse-Umbau, und Pimco will keine Kohle. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Astra wirkt

Pünktlich zum Ende des hiesigen Streits über die Gefährlichkeit des AstraZeneca-Impfstoffs kommt frohe Kunde aus den USA: das Vakzin war dort in einer klinischen Studie zu 79% wirksam bei der Vorbeugung gegen die Krankheit und zu 100% wirksam bei der Verhinderung von schwerer Krankheit und Tod. Gründe für Sicherheitsbedenken gab es keine. Auch wenn der Astra-Impfstoff in der Öffentlichkeit mehrheitlich als unsicher eingestuft wird, nähert sich die EU-Kommission einem Exportverbot in Richtung Großbritannien. Für den Verimpfungs-Nachzügler Deutschland schlägt die Bundeskanzlerin unterdessen die Beibehaltung des Lockdowns für weitere vier Wochen und verschärfte Maßnahmen vor, darunter eine nächtliche Ausgangssperre. Die Aktien von Lockdown-Gewinnern legten am Montagvormittag denn auch zu.

Erdogan versenkt Lira

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Sonntag überraschend den Zentralbankchef des Landes nach nur vier Monaten im Amt gefeuert. Die türkische Lira, Aktien und Anleihen stürzten ab, ein Bekenntnis des Finanzministers zu freien Märkten und Wechselkursen sorgte zeitweise für Linderung. Kreditausfall-Swaps verzeichneten einen Rekordanstieg. Gouverneur Naci Agbal hatte die Zinsen erhöht, um die steigende Inflation zu bekämpfen und damit die Lira zur besten Carry-Trade-Währung des Jahres gemacht. Seine Ablösung weckt Befürchtungen, dass das Land erneut einen Weg der Niedrigzinsen beschreiten wird. Eine Währungskrise hätte laut BI-Analysten Auswirkungen auf inländische türkische Banken wie auch auf internationale Institute - hier insbesondere die BBVA. Analysten erwarten Ansteckungseffekte und Kapitalverkehrskontrollen.

Europäische Aktien machen Verluste wett

Europäische Aktien konnten sich im Verlauf des Montagvormittags erholen, nachdem zyklische Sektoren unter Druck geraten waren und Sorgen über die Versorgung mit Impfstoffen und verlängerte Lockdowns auf Reiseaktien lasteten. Der Stoxx 600 Index war gegen Mittag wenig verändert. Aktien von Fluggesellschaften wie Wizz Air, Ryanair und TUI fielen, nachdem die BBC einen britischen Regierungsberaten mit der Aussage zitiert hatte, dass Auslandsreisen in diesem Sommer “unwahrscheinlich” seien. In Deutschland stiegen Infineon nach einer Heraufstufung durch Credit Suisse. Volkswagen und Porsche stiegen nach Kursziel-Erhöhungen bei der Deutschen Bank.

Gottstein signalisiert Umbau

Nach dem Zusammenbruch von Greensill Capital erwägt Credit-Suisse-Chef Thomas Gottstein eine Abspaltung der Vermögensverwaltung vom Rest der Bank. Um den Reputationsverlust im Zusammenhang mit dem Skandal in Grenzen zu halten, hatte die Bank bereits die direkte Leitung der Vermögensverwaltung aus dem Wealth Management herausgelöst. Sie zu einer unabhängigen Sparte zu machen sei “potenziell Teil des Plans”, sagte Gottstein gegenüber Bloomberg TV. “Die Einbettung in eine Holdinggesellschaft könnte etwas sein, was wir machen”. Unabhängig von der Unternehmensstruktur könnten weitergehende Fragen des Risikomanagements von Kunden, Anwälten und Aufsichtsbehörden an die Credit Suisse gerichtet werden, die über mögliche kurzfristige Kosten hinausgehen, heißt es bei BI.

Pimco will keine Kohle

Pacific Investment Management Co. hat die Teilnahme an den Anleihe-Offerten eines großen Hafenbetreibers in Australien wegen dessen Verbindungen zu einem umstrittenen Kohleprojekt gestoppt, heißt es aus informierten Kreisen. Die im Besitz der Allianz befindliche Pimco, die um Dekarbonisierung bemüht ist, habe sich nicht an der 500-Millionen-Dollar-Anleihe von Adani Ports & Special Economic Zone Ltd. im Januar beteiligt, hieß es. Bestehende Engagements bei Adani Ports würden bis zur Fälligkeit laufen. Die Allianz gehört zu einer Gruppe von Versicherern und Pensionsfonds, die sich im Rahmen der sogenannten Net-Zero Asset Owner Alliance verpflichtet haben, ab 2050 klimaneutrale Investmentportfolios zu betreiben. Swiss Re hatte vergangene Woche dargelegt, wie das Portfolio bis 2050 dekarbonisiert werden soll.

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