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Fünf Themen des Tages: Aareal kein Geschenk, grüner DWS-Lack

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Schnabels lauwarmes Bundesbank-Dementi, PMIs besser als erwartet, europäische Aktien schwächer, Aareal “kein Weihnachtsgeschenk”, und der grüne Lack der DWS blättert. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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Schnabels lauwarmes Bundesbank-Dementi

EZB-Direktorin Isabel Schnabel hätte im Bloomberg-Interview sagen können, dass sie der deutschen Öffentlichkeit gerne weiter die EZB-Politik nahebringen will und keine Ambitionen auf die Bundesbank-Spitze hat, wenn Präsident Jens Weidmann im Dezember geht. Stattdessen kam auf eine entsprechende Frage hin die dürre Aussage, dass sie keine Spekulationen anheizen wolle und sich auf die wichtige Dezember-Entscheidung der EZB konzentriere. Hinsichtlich der Inflation musste Schnabel konzedieren, dass die Risiken “eher nach oben gerichtet” seien. “Die Unsicherheit über Tempo und Ausmaß des Rückgangs hat zugenommen” und “wir müssen diese erhöhte Unsicherheit berücksichtigen”, so die Währungshüterin. Dass es der EZB gelingen werde, die Inflation mittelfristig unter ihre Zielmarke von 2% zu drücken, sei “plausibel”.

PMIs besser als erwartet

Die Wirtschaftstätigkeit im Euroraum hat sich unerwartet beschleunigt, wie aus der jüngsten Umfrage unter Einkaufsmanagern hervorgeht. Der zusammengesetzte Index stieg im November auf 55,8 von 54,2 im Oktober und lag damit über der mittleren Schätzung in einer Umfrage unter Analysten, die einen Rückgang prognostiziert hatten. Sorgenkind ist die Inflation. “Da sich die Lieferverzögerungen nach wie vor in der Nähe von Rekordwerten bewegen und die Energiepreise in die Höhe schießen, hat sich der Aufwärtsdruck auf die Preise inzwischen weit über das hinaus verstärkt, was in den Umfragen zuvor zu beobachten war”, so IHS-Ökonom Chris Williamson. Goldman Sachs erwartet, dass das Aufflammen der Coronavirus-Fälle in den vier größten Ländern der Eurozone nicht zu flächendeckenden Lockdowns führen wird.

Europäische Aktien schwächer

Die europäischen Aktien fielen so stark wie seit sieben Wochen nicht mehr, da die Aussichten auf eine Rücknahme der geldpolitischen Anreize und der Anstieg der Covid-19-Fälle in der Region zu einem Ausstieg aus Risikoanlagen führten. Der Stoxx Europe 600 Index konnte die Verluste im Verlauf des Vormittags eingrenzen, lag gegen Mittag aber noch um rund 0,9% im Minus. Der Technologiesektor war der schlechteste Wert im Index, nachdem der Nasdaq 100 am Montag abverkauft worden war. “Aufgrund des zyklischen Charakters Europas werden die Sorgen um Covid und die Wiedereröffnung die kurzfristige Performance belasten, aber wir sehen dennoch Aufholpotenzial in den kommenden Monaten”, sagte Esty Dwek von Flowbank SA. Eon fielen nach Vorlage eines Investitionsplans, den RBC “wenig aufregend” findet. Synlab brachen nach einem Aktienverkauf ein.

Aareal ‘kein Weihnachtsgeschenk’

Das gestern von Advent und Centerbridge vorgelegte 1,7 Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot für die Aareal Bank ist unzureichend, so einer der aktivistischen Aktionäre des Wiesbadener Instituts. Das von den Aareal-Gremien unterstützte Gebot sei ein weiterer Versuch des Aufsichtsrats, “es sich zum Nachteil der Aktionäre einfach zu machen,” sagte Adam Epstein, Mitbegründer von Teleios Capital Partners, gegenüber Bloomberg News. “Die Aareal ist kein Weihnachtsgeschenk, welches der Aufsichtsrat weggeben kann”. Bloomberg hatte vor einigen Wochen bereits über die Absichten der Finanzinvestoren berichtet. Das Angebot unterliegt einer Mindestannahmequote von 70%, Teleios hält eigenen Angaben zufolge 6%. Die Mindestannahme ist laut Warburg-Analyst Andreas Pläsier (Kaufen) schwierig zu erreichen, die Aktien stiegen bis zu 4,6%.

Der grüne Lack der DWS blättert

Anfang des Jahres konnte DWS-Chef Asoka Wöhrmann noch recht zufrieden sein. Die Vermögensverwaltungssparte der Deutschen Bank war auf eine steigende Nachfrage nach ESG-Themen ausgerichtet und Nachhaltigkeit sollte “zum Kern unseres Handelns” werden. Doch im Februar warnte sein CIO vor weit verbreiteten internen Zweifeln an “ökologischen, sozialen und Governance”-Investitionen. Große Teile des mittleren Managements seien wenig engagiert, beklagte er. Die einen Monat später entlassene Nachhaltigkeitschefin Desiree Fixler äußerte ähnliche Bedenken. Laut Bloomberg-Recherchen wurden schon vor mindestens einem Jahr intern Bedenken hinsichtlich des grünen Engagements der DWS-Mitarbeiter geäußert. Die DWS beharrt darauf, korrekt gehandelt zu haben - auch im Lichte der Ermittlungen durch US-Stellen und der Bafin. Wöhrmanns Zukunft dürfte davon abhängen, wie diese ausgehen.

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