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EZB-Vize: Banken frühestens 2022 wieder auf Vor-Krisen-Niveau

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Folgen der Corona-Krise werden Europas Banken nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) noch lange zu schaffen machen. Das Vor-Krisen-Niveau bei der Profitabilität sei nicht vor 2022 zu erwarten, sagte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos am Montag bei einer digitalen Bankenkonferenz laut Redetext.

"Die Notwendigkeit, strukturelle Probleme anzugehen, ist jetzt dringender denn je", mahnte de Guindos. Es sei "dringend erforderlich, strukturelle Schwächen im europäischen Bankensektor zu beseitigen, indem Überkapazitäten abgebaut und die Kosteneffizienz verbessert werden, um die anhaltend niedrige Profitabilität zu beheben".

Zwar hätten die Institute in der Pandemie ihre Bemühungen zur Senkung von Kosten verstärkt. Sie müssten aber noch härter auf eine höhere Effizienz hinarbeiten. "Konsolidierung durch Fusionen und Übernahmen ist ein weiterer potenzieller Weg, um Überkapazitäten in diesem Sektor abzubauen", sagte de Guindos.

Die Notenbank mit Sitz in Frankfurt ist seit November 2014 auch die zentrale Aufsicht für die größten Banken und Bankengruppen im Euroraum. Derzeit sind dies 113 Institute, die für fast 82 Prozent des Marktes im Währungsraum der 19 Länder stehen.