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Eurozone: Inflation geht weiter zurück

LUXEMBURG (dpa-AFX) - In der Eurozone ist die Inflation im April weiter zurückgegangen. Wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte, lagen die Verbraucherpreise 0,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Vormonat hatte die Inflationsrate 0,7 Prozent betragen. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um 0,3 Prozent.

Günstiger als im Vorjahresmonat war vor allem Energie, für die 9,6 Prozent weniger bezahlt werden musste. Deutlich teurer waren dagegen Lebensmittel. Die Preise unverarbeiteter Nahrungsmittel stiegen im Schnitt um 7,7 Prozent zum Vorjahresmonat. Dienstleistungen und Industriegüter verteuerten sich dagegen deutlich schwächer. Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel betrug 0,9 Prozent.

Die Inflation liegt damit deutlich unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von mittelfristig knapp zwei Prozent. Experten gehen davon aus, dass sie sich in den kommenden Monaten weiter abschwächt. Allerdings dürfte die Corona-Krise weiter für ein zweigeteiltes Bild sorgen: Wegen der einbrechenden Ölnachfrage dürften die Energiepreise niedrig bleiben oder weiter sinken, die Preise bestimmter Lebensmittel dürften wegen eines geringeren Angebots und hoher Nachfrage dagegen erhöht bleiben oder steigen.