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Etwa 400.000 Menschen infizieren sich jedes Jahr mit Coronaviren, die von Fledermäusen übertragen werden

·Lesedauer: 2 Min.
Eine Kleine Hufeisennase jagt in der Nacht.
Eine Kleine Hufeisennase jagt in der Nacht.

Coronaviren werden nicht erst seit der jüngsten Pandemie übertragen. Mit Sars-Viren, zu denen auch das Corona-Virus gehört, infizieren sich einer neuen Studie zufolge jedes Jahr Hunderttausende Menschen. In der Untersuchung, die von Wissenschaftlern der gemeinnützigen US-amerikanischen EcoAlliance geleitet wurde, infizieren sich jährlich schätzungsweise 407.422 Menschen über Fledermäuse mit Coronaviren.

Die Zahl könnte sogar in die Millionen gehen, schreiben die Studienautoren in der zunächst als Pre-Print veröffentlichten Untersuchung. Pre-Print bedeutet, dass die Analyse noch nicht von anderen unabhängigen Experten begutachtet worden ist. Nicht alle dieser Viren können jedoch Krankheiten verursachen oder sich unter Menschen ausbreiten, so die Forscher. Die Ergebnisse der Studie könnten jedoch verwendet werden, um einen Ausbruch der Viren früher zu identifizieren, heißt es weiter. Peter Daszak, Präsident der EcoAlliance und Hauptautor der Studie, sagte zu "Bloomberg": "... wenn wir schneller einzelne Infektionen stoppen, haben wir eine höhere Chance, auch die nächste Pandemie zu stoppen."

Ungefähr 478 Millionen Menschen lebten in den betroffenen Regionen, deren Hauptgebiete in Südchina, Ost-Myanmar und Nordlaos liegen, heißt es in der Studie. "Es geht darum, Menschen in diesen Regionen vor einer Infektion zu schützen, um die öffentliche Gesundheit nicht zu gefährden", sagte Daszak. Der Wissenschaftler war auch an der gemeinsamen Untersuchung zum Ursprung der Pandemie zwischen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und China beteiligt.

Viren werden auf Menschen oft durch einen Zwischenwirt übertragen

Edward Holmes, Professor für Biologie an der University of Sydney, war nicht an der Forschung beteiligt, sagte jedoch zu "Bloomberg", dass diese Studie "wahrscheinlich der erste Versuch war, abzuschätzen, wie oft Menschen mit Sars-Viren von Fledermäusen infiziert werden."

Die Forscher identifizierten zunächst 23 Fledermausarten, von denen bekannt ist, dass sie Sars-Viren tragen, und kartierten dann ein Gebiet von 4,5 Millionen Kilometern, in dem die Fledermäuse leben. Sie berücksichtigten die Anzahl der in der Gegend lebenden Menschen, die Wahrscheinlichkeit, mit einer infizierten Fledermaus in Kontakt zu kommen, das Verhalten der Menschen und deren vorherige Immunität. Die Fledermausart Kleine Hufeisennase, R. affinis, hatte den größten Lebensraum mit etwa 1,9 Millionen Kilometern – einem Gebiet, in dem etwa 132 Millionen Menschen leben, so die Forscher.

Die Studie konzentrierte sich ausschließlich auf Sars-assoziierte Viren bei Fledermäusen. Allerdings gehen die Viren nicht immer direkt von der Fledermaus auf den Menschen über. Oftmals gibt es Zwischenwirte wie Marderhunde oder Nerze. In den betroffenen Regionen werden diese Tiere oft als Nahrung gehandelt oder für Pelze gezüchtet. Holmes sagte, dass das Risiko einer Infektion mit einem Sars-Virus "noch höher sein könnte, wenn man alle möglichen Zwischenwirte mit einbezieht."

Die Forscher erhielten Mittel vom US-amerikanischen National Institute of Allergy and Infectious Diseases, einem Teil der Bundesbehörde US National Institutes of Health, für ihre Studie.

Dieser Artikel wurde von Klemens Handke aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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