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Erster Abschlag für 54 000 geprellte P&R-Gläubiger

·Lesedauer: 1 Min.

MÜNCHEN/GRÜNWALD (dpa-AFX) - Den 54 000 Gläubigern der betrügerischen Containerfirma P&R steht eine erste kleine Rückzahlung ihrer verlorenen Gelder ins Haus. Insolvenzverwalter Michael Jaffé kündigte am Donnerstag die Auszahlung der ersten Abschlagszahlung an, insgesamt 200 Millionen Euro. Allerdings verteilt sich dieses Summe nach Angaben des Anwalts auf 74 000 Einzelzahlungen. Eine zweite Zahlung soll es bis Mitte 2022 geben.

Zumindest bei manchen Gläubigern scheint es allerdings Hindernisse zu geben - sie haben offenbar ihre Bankverbindungen noch nicht bestätigt. Jaffé will die Zahlungen bis Jahresende abschließen, auch in den schwierigen Fällen.

P&R hatte nach den Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft etwa eine Million nicht existenter Container verkauft: In den Büchern standen 1,6 Millionen Stück, doch auffindbar waren nur 618 000. Im März 2018 war der Schwindel aufgeflogen, weil P&R die versprochenen Renditen nicht mehr zahlen konnte und Insolvenz anmelden musste.

Betroffen von der Pleite waren fast ausschließlich Privatanleger, darunter viele Rentner und Pensionäre, die ihre Altersvorsorge aufbessern wollten und geprellt wurden. Die Staatsanwaltschaft sieht "Merkmale eines Schneeballsystems".

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